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Prinz Harry über Rassismus: “Müssen das Problem an der Wurzel packen”

  • Prinz Harry hat zu einem gemeinsamen Kampf gegen Rassismus aufgerufen.
  • Im Interview mit dem Präsidenten der Menschenrechtsorganisation Color of Change sagte er, dass es “jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten” dafür brauche.
  • Zudem lobte er die junge Generation, die durch ihr Handel den Wandel vorantreibe.
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Prinz Harry (35) hat sich erneut für Menschenrechte und gegen Rassismus ausgesprochen. In einem Interview mit dem amerikanischen Bürgerrechtsführer und Präsidenten der Menschenrechtsorganisation Color of Change machte er deutlich, dass der Kampf von allen Menschen gemeinsam ausgetragen werden muss. Außerdem unterhielten sich die beiden über Hass im Netz, Wohltätigkeit und darüber, wie privilegierte Menschen zum Wandel beitragen können.

Einig waren sich Rashad Robinson und Prinz Harry vor allem in einem Punkt: Rassismus zu bekämpfen ist nicht allein die Aufgabe der schwarzen Community. “Dafür braucht es jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten”, betonte der Duke of Sussex. Gerade jetzt, da die Bewegung Black Lives Matter erstarkt, müsse man die Gelegenheit nutzen, um etwas über Rassismus zu lernen und dagegen vorzugehen.

“Wir können die Bewegung aber nur erfolgreich machen, wenn wir alle Mitgefühl haben”, so der Prinz. Andernfalls würde man den Kampf wieder der schwarzen Community überlassen. Gut sei, dass die Bewegung derzeit vor allem von der jungen Generation angeführt werde, die tatsächlich handeln und nicht nur reden.

Wohltätigkeit kann Probleme nicht lösen

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Denn nur so könne ein Wandel und somit Gleichheit erreicht werden. Als Beispiel nannte Rashad Robinson eine Wasserknappheit: Es sei gut, wenn in dem betroffenen Ort viele Wasserflaschen verteilt würden, aber das Problem werde damit nicht behoben. Erst wenn die Leitungen repariert werden, könne dauerhaft Besserung eintreten.

“Wohltätigkeit ist nicht schlecht, aber wenn es als Ersatz dafür dient, das wir das tatsächliche Problem angehen, werden wir nie Gleichheit erreichen”, erklärte Rashad Robinson. Prinz Harry pflichtete ihm bei: “Das ist so wahr, Wohltätigkeit ist wichtig in sehr vielen Bereichen, aber es kann das Problem nicht lösen. Es ist wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen.”

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Hass im Netz sowie in der realen Welt seien eines der größten Probleme, der heutigen Zeit. “Jeder Mensch ist mit Mitgefühl und Empathie geboren, du bist nicht geboren, um zu hassen”, sagte Prinz Harry. Hass und Vorurteile gegenüber anderen Menschen würden sich erst im Laufe der Zeit entwickeln. “Und dabei reduzieren wir unsere Fähigkeit empathisch zu sein. Dabei ist das eines der besten Mittel, um die Welt zusammenzubringen”, so der Royal.

RND/spot/lvc

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