Polizisten wegen Vergewaltigung angeklagt: Opfer nicht auffindbar

  • Zwei Polizisten wird vorgeworfen, im Dienst eine Frau vergewaltigt zu haben.
  • Die beiden mutmaßlichen Täter betonen, der Sex mit der Frau sei einvernehmlich gewesen.
  • Nun hofft das Landgericht Erfurt, die aktuelle Anschrift des Opfers herauszufinden – die Frau ist in dem Prozess Nebenklägerin.
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Erfurt. Im Prozess gegen zwei Polizisten, die im Dienst eine Frau vergewaltigt haben sollen, sollen Zielfahnder des Landeskriminalamts eingeschaltet werden. Das Landgericht Erfurt hofft, dass so die aktuelle Anschriften des Opfers und des damaligen Lebensgefährten gefunden werden können, um beide zu kontaktieren. Verteidiger und Gericht stimmten dem entsprechenden Vorschlag der Staatsanwaltschaft bei der Verhandlung am Freitag zu.

Die Richter müssen in dem Prozess vor allem klären, ob die suspendierten Polizisten im Alter von 23 und 28 Jahren bei einem Diensteinsatz im September vergangenen Jahres gegen den Willen der Frau mit ihr Sex hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftliche Vergewaltigung im besonders schweren Fall vor. Die Angeklagten haben den Sex ohne Kondome mit der damals 32-Jährigen eingeräumt, betonen aber, dass dieser einvernehmlich gewesen sei.

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Nebenklägerin lebte zuletzt in den Niederlanden

Die Frau ist Nebenklägerin. Nach Angaben ihres Vertreters hatte sich die Frau kurz nach der Tat an die Behörden gewandt. Zuletzt lebte sie demnach in den Niederlanden. Über die ihm mitgeteilten Kontaktdaten war die Frau seit Prozessbeginn nicht mehr zu erreichen.

RND/dpa

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