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Polizisten knien mit Demonstranten nieder: Diese Bilder machen Hoffnung

  • Mit einem symbolischen Kniefall drücken Polizisten in den USA ihre Solidarität mit Demonstranten aus.
  • Videos aus verschiedenen Städten zeigen, wie Beamte ihre Köpfe zum Gebet senken oder Menschen umarmen, die zu Protesten auf der Straße sind.
  • Es sind Bilder, die angesichts der Gewalt Hoffnung machen.
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Washington. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz erschüttert die USA. Videos von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gehen um die Welt. Doch es gibt auch Bilder, die Hoffnung machen. Bei Protesten in verschiedenen Städten solidarisieren sich Polizisten und Demonstranten und treten gemeinsam und friedlich gegen Polizeigewalt an Schwarzen ein.

Bei Twitter werden Videos von Demonstrationen in Oregon, Ohio und vielen weiteren US-Bundesstaaten verbreitet, bei denen Polizisten symbolisch niederknieten. Die Demonstranten dankten ihnen mit Applaus, Händeschütteln und Umarmungen. Im New Yorker Stadtbezirk Queens knieten ebenfalls mehrere Polizisten. Aus der Menge kamen “Danke”-Rufe, wie auf einem anderen CNN-Video zu sehen ist.

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Sheriff hält besondere Ansprache

Für einen besonderen Moment sorgte Sheriff Chris Swanson in Flint im US-Staat Michigan. Er legte Helm und Schlagstöcke ab und schloss sich den Demonstranten an. Auf einem viel verbreiteten Video ist zu sehen, wie Swanson sagt: “Ich möchte dies zu einer Parade machen – nicht zu einem Protest. Der einzige Grund, warum wir hier sind, ist sicherzustellen, dass ihr eine Stimme habt – das ist alles.” Darauf skandierten die Demonstranten: “Geht mit uns!” Und tatsächlich begleiteten Swanson und seine Kollegen die Demonstranten friedlich durch die Straßen.

Auch in der Stadt Des Moines in Iowa knieten ein weißer und ein schwarzer Polizist nieder und sprachen gemeinsam ein Gebet.

Auch ein Video des US-Senders CBS mit Bildern unter anderem aus Florida und Kalifornien zeigt eindrucksvoll, dass sich überall in den USA die Zeichen der Solidarität häufen. Polizisten knieten nieder und protestierten gemeinsam mit den Demonstranten.

In Washington knieten Polizisten vor einem Hotel von US-Präsident Donald Trump. In Houston, der größten Stadt des Bundesstaats Texas, lief ein Polizist Arm in Arm mit einer Demonstrantin. In Lexington im Bundesstaat Kentucky beteten nach einem Bericht des Fernsehsenders CNN Polizisten und Demonstranten gemeinsam.

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Ausgangssperren in mehr als 40 Städten

Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser der Proteste ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. In vielen US-Metropolen sind die Demonstrationen in Ausschreitungen und Plünderungen ausgeartet. Mehr als 40 Städte haben nächtliche Ausgangssperren verhängt.

RND/nis

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