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Polizisten bedienten sich in Asservatenkammer - 23 Beamte zwangsversetzt

  • Aus einer Asservatenkammer einer Polizeistation in Hessen sind mehrere sichergestellte Artikel wie Alkohol, Kosmetika und Süßigkeiten verschwunden.
  • Mehrere Polizisten aus Bischofsheim wurden versetzt, wie die Polizei Südhessen mitteilte.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittele unter anderem wegen des Verdachts der Unterschlagung.
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Bischofsheim/Darmstadt. Nach dem Verschwinden von sichergestellten Asservaten aus einer Polizeistation in Südhessen hat es dort einen "größeren Personalwechsel" gegeben. Mehrere Polizisten aus Bischofsheim wurden versetzt, wie die Polizei Südhessen und die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Samstag gemeinsam mitteilten. Die Staatsanwaltschaft ermittele unter anderem wegen des Verdachts der Unterschlagung.

Die sichergestellten Kosmetika, Alkoholika, Süßigkeiten und Honig seien bereits im Herbst 2018 verschwunden und möglicherweise mitgenommen worden, heißt es in der Mitteilung. Das Polizeipräsidium habe zudem disziplinarische Ermittlungen gegen die Beamten in der rund 13.000 Einwohner großen Stadt im Kreis Groß-Gerau eingeleitet und sie deshalb auch versetzt. Wie viele Polizisten genau betroffen sind und wie hoch der Wert der verschwundenen Asservate ist, war zunächst laut Polizei jedoch unklar.

Angeblich wurden 23 Beamte versetzt

Die "Bild" schreibt von 23 versetzten Beamten. Die Ware soll aus einem aufgeklärten Diebstahl in einem Marken-Outlet stammen und 8000 bis 10.000 Euro wert sein. Zwei Dienststellenleiter hätten die Asservate freigegeben. Die Zeitung zitiert auch aus einem Schreiben, das im Dezember 2018 in der Station gehangen haben soll: „Aus einem Strafverfahren konnten diverse Alkoholika und Kosmetika sichergestellt, aber einem Tatort nicht zugeordnet werden. Die Ware muss demnach vernichtet werden. Die Sachen sind jedoch Originalware und aus dem hochwertigen Preisbereich. (…) Sucht euch was aus (…) Ich bitte euch, die Sachen für euch zu verwenden, (…) aber nicht auf Internetplattformen weiter zu veräußern.“

RND/dpa

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