Polizist erschießt 74-jährigen Rentner - Freispruch

  • Ein Rentner bedroht in Bochum einen Polizisten mit einem Feuerzeug in Pistolenform.
  • Der Polizeibeamte glaubt, dass er sich in einer Notwehr-Situation befindet und erschießt den 74-Jährigen.
  • Nun wurde er vor Gericht vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.
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Bochum. Mit einem Freispruch ist in Bochum am Montag der Totschlagsprozess gegen einen Polizisten zu Ende gegangen. Laut Urteil war der Beamte irrtümlich davon ausgegangen, dass er sich in einer Notwehr-Situation befinde. Der 38-Jährige hatte bei einem Einsatz drei Schüsse auf einen Rentner abgegeben. Einer davon traf das Herz. Der 74-Jährige starb noch vor Ort.

Feuerzeug in Pistolenform

Die Richter am Bochumer Landgericht gehen davon aus, dass der Senior den Beamten aus wenigen Metern Entfernung mit einer Pistole bedrohte. Dass es sich dabei um ein Feuerzeug in Pistolenform gehandelt hat, habe der Polizist nicht erkannt.

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Richter Josef Große Feldhaus sagte bei der Urteilsbegründung des Bochumer Schwurgerichts: „Der Angeklagte durfte von einem lebensgefährlichen Angriff auf sich ausgehen.“ Deshalb könne er für die Schüsse nicht verurteilt werden.

RND/dpa

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