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Polizist drückt 15-Jährigen mit Knie auf den Boden: Ermittlungen eingestellt

  • Ein Polizist fixiert einen 15-Jährigen mit dem Knie am Kopf am Boden, ein Video des Polizeieinsatzes in Düsseldorf sorgt bundesweit für Debatten.
  • Jetzt ist klar, dass der Fall für vier beteiligte Polizisten kein juristisches Nachspiel haben wird.
  • Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, es gebe keine Hinweise auf einen „rechtswidrigen und unverhältnismäßigen Gewalteinsatz“.
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Düsseldorf. Der Polizeieinsatz gegen einen Jugendlichen in der Düsseldorfer Altstadt hat kein juristisches Nachspiel. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Laura Hollmann, am Freitag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) sagte, wurden die Ermittlungen gegen die vier beteiligten Polizisten eingestellt. Es gebe keine Hinweise auf einen „rechtswidrigen und unverhältnismäßigen Gewalteinsatz“. Über den Sachverhalt hatte zuvor der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag) berichtet.

Der Vorfall vom August und ein Video davon hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, weil der Verdacht aufgekommen war, dass ein Beamter den 15-jährigen Jugendlichen ähnlich wie im Falle des bei einem Polizeieinsatz getöteten US-Amerikaners George Floyd mit dem Knie widerrechtlich am Hals niedergedrückt hatte. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte in diesem Zusammenhang vor einer Vorverurteilung der Beamten gewarnt und darauf verwiesen, dass der Einsatz körperlicher Gewalt durch die Polizei in bestimmten Fällen notwendig sei. Zudem habe es sich bei dem Jugendlichen um einen polizeilich bekannten „Mehrfachtäter“ gehandelt.

Christoph Arnold, Verteidiger des hauptbeschuldigten Polizeikommissars, begrüßte im „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Entscheidung der Anklagebehörde: „Endlich hat auch die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass das Vorgehen des Beamten gegen den Intensivtäter gerechtfertigt gewesen ist. Das mediale Schreckgespenst der vermeintlichen Polizeigewalt ist daher vom Tisch.“

RND/epd

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