Polizei nimmt Vermittler von Boris Beckers Diplomatenpass fest

  • Gegen ein kriminelles Netzwerk, das mit Diplomatenpässen gehandelt haben soll, wird ermittelt.
  • Unter den Festgenommenen ist auch der Geschäftsmann Stephan Welk, der Boris Becker 2018 einen Diplomatenpass vermittelt hatte.
  • Er ist einer von drei Männern, die bisher in dem Fall verhaftet wurden.
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München. Weil es mit afrikanischen Diplomatenpässen gehandelt haben soll, ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen ein kriminelles Netzwerk. Insgesamt drei Männer sind bereits Ende August verhaftet worden, wie der „Spiegel“ (Samstagsausgabe) berichtet. Darunter auch der deutsche Geschäftsmann Stephan Welk, der dem Ex-Tennisstar Boris Becker im vergangenen Jahr einen Diplomatenpass der Zentralafrikanischen Republik vermittelt hatte. Becker könnte in dem Verfahren als Zeuge vernommen werden. Er hatte versucht, diplomatische Immunität geltend zu machen, um seinem Insolvenzverfahren in London zu entgehen.

Anlass der Festnahmen war laut „Spiegel“ ein aktueller Fall in Süddeutschland. Stephan Welk und seinen mutmaßlichen Komplizen wird vorgeworfen, einen bayerischen Fleischgroßhändler betrogen zu haben. Sie sollen ihm für 1,5 Millionen Euro Diplomatendokumente und Handelsvorteile mit der westafrikanischen Republik Guinea-Bissau in Aussicht gestellt haben.