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Polizei gelingt Schlag gegen „Kokain-Pipeline“: 4,4 Tonnen Drogen beschlagnahmt

  • Ermittlern ist ein Schlag gegen das größte Netzwerk Europas für den Handel mit Kokain gelungen.
  • 61 Personen wurden festgenommen, 4,4 Tonnen Kokain beschlagnahmt.
  • Die aus der Balkanregion operierende kriminelle Organisation soll Europa mit Kokain „geflutet“ haben.
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Madrid. Acht europäischen Staaten ist ein gemeinsamer Schlag gegen den internationalen Kokain-Handel gelungen. Strafverfolger aus Spanien, Deutschland, Kroatien, Slowenien, Serbien und Kolumbien waren nach Angaben der spanischen Polizei an dem Schlag gegen die aus der Balkanregion operierende kriminelle Organisation beteiligt, die für das größte Netzwerk des Kontinents für den Handel mit Kokain verantwortlich gemacht wird.

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Größter Kokainschmugglerring Europas zerschlagen
1:19 min
Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Deutschland und anderen Ländern den größten Schmugglerring für Kokain in Europa zerschlagen.  © dpa

Es kam zu 61 Festnahmen, 4,4 Tonnen Kokain wurden laut Angaben vom Montag beschlagnahmt. Die europäische Polizeibehörde Europol erklärte, das Kartell habe eine „Kokain-Pipeline“ von Südamerika nach Spanien und in andere europäische Staaten geschaffen und Europa mit Kokain „geflutet“. Neben Europa wurde auch in Brasilien, der Dominikanischen Republik, Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten ermittelt. Die Schmuggler stammten den Angaben zufolge in erster Linie aus Staaten Osteuropas.

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Überfälle, Geldwäsche, Erpressung und Entführungen

Zu der Gruppe gehörten Mitglieder paramilitärischer Einheiten, es handele sich um eine der „wichtigsten kriminellen Organisationen“ die in Europa operierten, teilte die spanische Polizei mit. Die Gruppierung soll auch mit Überfällen, Geldwäsche, Erpressung und Entführungen auf sich aufmerksam gemacht haben. In Kolumbien sei sie an Fußballtransfers zur Wäsche von im Drogenhandel verdienten Geldern beteiligt gewesen.

Die Polizeioperation begann 2018, zu den Festnahmen kam es bereits im März und im Mai. Europol erklärte, der Fall sei erst jetzt publik gemacht worden, weil Genehmigungen für die Veröffentlichung von Informationen Zeit benötigten, wenn mehrere Staaten beteiligt seien.

RND/AP

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