Polen: Zweiter Vermisster aus Bergwerk tot geborgen

  • In Südpolen sind bei einem Beben in einem Stollen eines Bergwerks zwei Männer verschüttet worden.
  • Einer von ihnen ist in der Nacht zu Sonntag mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.
  • Der andere hingegen ist so tief verschüttet, dass Rettungskräfte Stunden brauchen, um sich zu ihm vorzuarbeiten und ihn zu bergen.
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Warschau. Mehrere Tage nach einem Grubenunglück in einem südpolnischen Bergwerk haben Rettungsmannschaften einen zweiten Verschütteten nur noch tot bergen können. Ein Arzt habe den Tod des 42-Jährigen festgestellt, teilte der Bergwerksbetreiber PGG am Dienstag mit.

In dem zur Stadt Ruda Slaska gehörenden Stollen Bielszowice war es am Samstag zu einem Beben gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich nach Angaben der Bergwerksleitung sieben Arbeiter in der Gefahrenzone in rund 780 Metern Tiefe befunden. Zunächst wurden fünf von ihnen unverletzt gerettet. Zu zwei 31 und 42 Jahre alten Bergleuten brach jedoch der Kontakt zunächst völlig ab. Der 31 Jahre alte Bergmann konnte in der Nacht zum Sonntag von Rettern gefunden und schließlich herausgeholt werden. Er kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus.

Den verschütteten 42-Jährigen hatten die Rettungskräfte zwar bereits am Montag anhand von Signalen seiner Bergmannslampe geortet. Den Angaben zufolge gab er zu diesem Zeitpunkt aber schon keine Lebenszeichen mehr von sich. Es dauerte viele Stunden, bis sich die Retter durch den eingestürzten Stollen vorarbeiten konnten, um die Leiche zu bergen.

RND/dpa

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