Polarwirbel hat sich geteilt: Kommt nun ein langer, eisiger Winter?

  • Die Temperaturen sind mild, doch am Wochenende wird es wieder kurzzeitig etwas kälter.
  • Allerdings könnte ein Wetterphänomen dafür sorgen, dass der Winter im Februar noch mal sehr frostig zuschlägt.
  • Grund dafür ist der sogenannte Polarwirbel, der sich nun geteilt hat.
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Es könnte noch mal richtig frostig werden in diesem Winter 2021. Grund dafür ist der Polarwirbel, der entscheidend für das Winterwetter auf der Nordhalbkugel ist. Dieser Wirbel überdeckt in den höheren Schichten den Nordpol wie ein großer Ring, erklärt Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterkontor dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Wirbel sei von einem Starkwindband umgeben, das die polare Luft normalerweise quasi „einsperrt“. Teilt sich der Polarwirbel – den Vorgang nennt man Polarwirbelsplit –, könnte eine Kaltfront auch einige Wochen später nach Europa gelangen, die Westwindzone würde dann zusammenbrechen und aus dem Osten käme trockene und sehr kalte Luft auf uns zu.

Polarwirbelsplit gab es zuletzt 2017

„Zu dieser Teilung ist es jetzt gekommen”, so Schmidt. Nun käme es darauf an, wo dieses Kaltgebiet genau hinwandert. Aktuell nicht absehbar, aber: Es sei nicht ausgeschlossen, dass es im Februar noch einmal richtig kalt werde, so der Wetterexperte. Einem Polarwirbelsplit gab es zuletzt im Winter 2017/18 – eigentlich ein milder, niederschlagsreicher Winter, der dann im Februar und März mit einem eisigen Finale endete.

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Am Wochenende sinken die Temperaturen, Schnee fällt

Derzeit sind wir von einem harten Winter aber eher entfernt. Auch wenn mit dem Schmuddelwetter und den vergleichsweise milden Temperaturen zumindest am Wochenende Schluss sein könnte: Dann wird es laut Schmidt wieder kälter. In tieferen Lagen könnte sogar etwas Schnee fallen, in den höheren Lagen sowieso. In der kommenden Woche geht der Zick-zack-Kurs dann weiter: Dann soll es ab Mittwoch wieder deutlich milder werden.

hma/RND

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