Spiele-Entwickler löscht Pokémon-Go-Arena in KZ-Gedenkstätte

  • Eine Pokémon-Arena auf dem Gelände einer KZ-Gedenkstätte hat für Aufregung gesorgt.
  • Jetzt hat Niantic, der Betreiber des Spiels, reagiert.
  • Die Arena wurde aus der Datenbank entfernt.
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Falkensee. Diese Nachricht hat für mächtig Aufregung gesorgt: Auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Falkensee nahe Berlin gab es bis vor Kurzem eine Pokémon-Arena. Ein Beitrag mit vielen empörten Kommentaren zum Thema war in einer lokalen Facebook-Gruppe aufgetaucht – viele Nutzer hielten das Spielen an einem so geschichtsträchtigen Ort für geschmacklos.

Inzwischen hat der Spieleentwickler Niantic reagiert: Am 4. Februar sei das Unternehmen über den pikanten Spielort informiert worden, bestätigte Niantic der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" (MAZ). Nach einer internen Prüfung sei das Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dem Wunsch der Falkenseer Stadtverwaltung zu entsprechen und die Arena zu entfernen.

Historische Orte werden bewusst ins Spiel integriert

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"Wir nehmen Anfragen nach Änderungen bezüglich integrierter Sehenswürdigkeiten in unserem Spiel sehr ernst und arbeiten direkt mit den örtlichen Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass Inhalte unserer Spiele von niemandem als störend empfunden werden", heißt es in einer Stellungnahme.

Aber: "Durch unsere Spiele sind schon viele Spieler an Orte auch in ihrer direkten Umgebung gelangt, die sie sonst vermutlich nie besucht hätten", so das Unternehmen. Historische Orte, öffentliche Kunstinstallationen, Museen und Denkmäler würden demnach bewusst in das Spiel integriert.

RND/msc

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