Pinguin frisst Einweg-Atemschutzmaske und stirbt

  • Ein toter Pinguin wird an einem brasilianischen Starnd gefunden.
  • Als Forscher das auffallend dünne Tier untersuchen, bestätigt sich ein schlimmer Verdacht.
  • Der Pinguin hatte eine Atemmaske gefressen und war an den Folgen gestorben.
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São Paulo. Weil er eine weggeworfene Atemschutzmaske gefressen hat, ist ein Pinguin in Brasilien qualvoll verendet. Das Tier wurde am 7. September tot am Strand Juquei Beach in São Paulo gefunden, wie das brasilianische Argonauta-Institut für Küsten- und Meeresschutz mitteilte. Kurz davor hatten dort die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag Brasiliens stattgefunden.

Forscher des Instituts stellten fest, dass der tote Pinguin auffällig dünn ist und wurden misstrauisch. Die Obduktion bestätigte die Befürchtung der Wissenschaftler, dass der Vogel keines natürlichen Todes gestorben war. In dessen Magen befand sich eine Atemschutzmaske. Wie viele weitere der Einwegmasken war sie von Menschen achtlos am Unabhängigkeitstag am Strand weggeworfen worden.

Präsident von Institut: Pandemiemüll lebensgefährlich für Tiere

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Das Institut bestätigte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass noch immer viele Atemschutzmasken im Sand der Strände der Nordküste von São Paulo liegen würden. Bis jetzt habe das Institut jedoch noch keine anderen Tiere gefunden, die Schaden durch Pandemiemüll genommen hätten.

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Der Präsident des Argonauta-Instituts, Hugo Gallo Neto, ermahnte die Bevölkerung, bei Gesichtsmasken auf die richtige Entsorgung zu achten. Der Fall sei ein eindeutiger Beweis, dass diese Art von Abfall der Meeresfauna schade – und zu einer Lebensgefahr für Tiere werde.

RND/ak

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