Pflegebedürftiger stirbt bei Raub: Mann wegen Mordes vor Gericht

  • In Kempten steht ab Montag ein Mann wegen mutmaßlichen Mordes vor Gericht.
  • Er soll einen pflegebedürftigen Mann in dessen Wohnung gefesselt und ausgeraubt haben.
  • Das Opfer erstickte daraufhin an der eigenen Zahnprothese.
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Kempten. Wegen gemeinschaftlichen Mordes muss sich ein Mann von Montag (9.00 Uhr) an vor dem Kemptener Landgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen pflegebedürftigen Mann Mitte März in dessen Wohnung in Kaufbeuren gefesselt, geknebelt, beraubt und dann hilflos zurückgelassen zu haben. Das Opfer erstickte an seiner eigenen Zahnprothese - was der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kauf nahm.

Angeklagten droht lebenslange Haft

Ein ursprünglich verdächtigter möglicher Mittäter, der das Opfer wegen seiner Tätigkeit bei der Nachbarschaftshilfe gekannt haben soll, wird nicht mehr vor Gericht stehen: Der Staatsanwaltschaft Kempten zufolge beging er Anfang August in der Untersuchungshaft Suizid.

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Mit angeklagt wegen Begünstigung und Hehlerei ist ein weiterer Mann, ein Freund des verstorbenen Verdächtigen, der einen Teil der Beute in seiner Wohnung versteckt haben soll. Die zwei Angeklagten sowie der ursprünglich verdächtigte Mann sind beziehungsweise waren syrische Staatsangehörige.

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Das Landgericht hat drei Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 3. Dezember fallen. Dem Hauptangeklagten droht bei einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.

RND/dpa

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