Zwei Menschen nach Streit um Motorrad in Pariser Vorstadt getötet

  • Ein gestohlenes Motorrad hat am Donnerstagabend einen tödlichen Streit in der Pariser Vorstadt ausgelöst.
  • Ein 20-Jähriger sowie ein etwa 30 Jahre alter Mann kamen dabei ums Leben.
  • Die Polizei nahm mehrere Verdächtige fest.
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Pontoise. Bei einem Streit um ein gestohlenes Motorrad sind nahe Paris zwei Menschen getötet worden. Zwei Gruppen waren am Donnerstagabend in der Gemeinde Pontoise im Nordwesten der Hauptstadt aneinandergeraten, wie französische Medien am Freitag unter Berufung auf Polizeikreise berichteten.

Ersten Erkenntnissen zufolge kamen drei Männer aus einem Nachbarort in die Hochhaussiedlung Marcouville, um sich das mutmaßlich gestohlene Motorrad zurückzuholen. Dabei kam schließlich ein etwa 20-Jähriger aus der Siedlung ums Leben. Kurze Zeit später sollen sich mehrere Dutzend wütende Jugendliche versammelt haben, um das Trio anzugreifen. Ein weiterer etwa 30-jähriger Mann aus Marcouville wurde dabei getötet. Die Polizei nahm mehrere Verdächtige fest, darunter auch das Trio aus der Gemeinde Montigny-lès-Cormeilles.

„Wir sind alle völlig fassungslos“, sagte Stéphanie Von Euw, Bürgermeisterin von Pontoise, im französischen Fernsehen. Der Vorfall sei beispiellos. Das Leben in Marcouville sei zwar wie in allen Hochhaussiedlungen wegen der Covid-19-Pandemie aktuell besonders schwierig. Die Siedlung habe aber ein anderes Gesicht - die tödliche Auseinandersetzung spiegele nicht das Leben dort wieder.

Das Hochhausviertel ist - wie so viele rund um die Hauptstadt - in den 1970er Jahren im Zuge der Wohnungsnot entstanden. Bei Paris hatten zuletzt tödliche Auseinandersetzungen zwischen Banden für Schlagzeilen gesorgt. Dabei kamen mehrfach Jugendliche ums Leben.

RND/dpa

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