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Paris: Handwerkstalent beim Wiederaufbau von Kathedrale Notre-Dame gefragt

  • Am Freitag starten die Ausschreibungen, um sich für den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame bewerben zu können.
  • 2019 sind große Teile des mittelalterlichen Gebäudes durch ein Feuer zerstört worden.
  • Gefragt sind Handwerkerinnen und Handwerker mit Fachkenntnissen in der Denkmalpflege.
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Paris. Für den Wiederaufbau der vor zweieinhalb Jahren bei einem Brand schwer beschädigten Pariser Kathedrale Notre-Dame sind talentierte Handwerker aufgerufen worden, die Ärmel hochzukrempeln. „Ich rufe Handwerker und Unternehmen mit Fachkenntnissen in der Denkmalpflege auf, sich zu mobilisieren und sich für die Gemeinschaft der Bauleute zu bewerben, die mit Enthusiasmus und Entschlossenheit daran arbeiten, die Kathedrale 2024 für Gottesdienste und Besucher wiederzueröffnen, so wie es der Präsident der Republik vorgesehen hat“, sagte der Baubeauftragte Jean-Louis Georgelin zum Start von Ausschreibungen am Freitag.

Am 15. April 2019 ging die weltberühmte Sehenswürdigkeit auf der Pariser Île de la Cité in Flammen auf. Das Feuer breitete sich im Dachstuhl aus und erfasste dann große Teile des mittelalterlichen Gebäudes. Die Brandursache ist noch nicht vollständig geklärt: Ein Fehler im elektrischen System oder eine nicht ausgedrückte Zigarette könnten das Feuer ausgelöst haben.

Rund 100 Ausschreibungen

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Um möglichst die beste Fachkompetenz für die komplizierte Restaurierung zu gewinnen, werden die Arbeiten in rund 100 Ausschreibungen unterschiedlicher Größe gestückelt. Dies solle es Handwerksbetrieben verschiedenen Formats und Selbstständigen ermöglichen, sich mit ihrer Expertise beim Wiederaufbau einzubringen, sagte Georgelin.

„Die Restaurierung des Vierungsturms und des nördlichen und südlichen Querschiffs sowie die Fertigstellung der Innenrestaurierung, zwei symbolträchtige Maßnahmen des Restaurierungsprojekts, erfordern ein hohes Maß an Fachwissen im Bereich Holzbau, Bleidachdeckung, Gerüstbau, aber auch in der Restaurierung von Quadersteinen und Mauerwerk, Tischlerei, Malerei und Vergoldung, Schmiedearbeiten sowie der Restaurierung von Glasfenstern und Skulpturen“, so der Bauchef.

Eine präzise Schätzung der Kosten für den Wiederaufbau wurde noch nicht kommuniziert. Allerdings sind bereits rund 840 Millionen Euro an Spenden zusammengekommen, unter anderem von Stiftungen.

RND/dpa

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