Flugzeug-Absturz in Pakistan: Nur wenige Überlebende

  • Im Süden Pakistans ist ein Flugzeug mit rund 100 Passagieren abgestürzt.
  • Die Passagiermaschine soll in ein Wohngebiet gestürzt sein.
  • Der Vorfall passierte nur wenige Minuten vor der geplanten Landung.
0:42 min
Ein Flugzeug mit rund 100 Passagieren an Bord ist im Süden Pakistans abgestürzt. Die Passagiermaschine sei in der Nähe der Stadt Karatschi wenige Minuten vor der Landung in einem Wohngebiet abgestürzt, teilte die Luftfahrtbehörde des Landes am Freitag mit. Zunächst waren keine Angaben zu Todesopfern bekannt.  © Reuters
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Islamabad. Ein Passagierflugzeug ist im Süden Pakistans nahe der Millionenstadt Karachi in ein Wohngebiet gestürzt. Die Lage war auch Stunden nach dem Unglück vom Freitag unübersichtlich, doch es dürften zumindest rund 100 Menschen ums Leben gekommen sein.

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Flugzeugabsturz in Pakistan: Mindestens 97 Tote
2:13 min
Die Absturzursache war einen Tag nach dem Vorfall zunächst unklar. Der Pilot soll kurz zuvor einen Ausfall beider Triebwerke per Funkspruch gemeldet haben.  © Reuters

Bürgermeister Wasim Akhtar meldete zunächst den Tod aller Insassen an Bord, doch sprachen zwei Vertreter der zivilen Luftfahrtsbehörde von mindestens zwei Überlebenden. Beim Absturz der Maschine der staatlichen Fluglinie Pakistani International Airlines seien zudem mindestens fünf oder sechs Häuser zerstört worden, sagte Akhtar. Nach aktuellen Behördenangaben waren 98 Personen an Bord - 91 Passagiere und sieben Crewmitglieder. Der Startflughafen der Maschine in Lahore hatte zunächst 107 Insassen gemeldet.

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Augenzeugen berichteten, der Airbus A320 habe vor dem Absturz offenbar zwei oder drei Mal versucht zu landen, bevor er in einem Wohngebiet in der Nähe des Internationalen Flughafens Jinnah abgestürzt sei. In dem Viertel Model Colony wohnen viele Arme, es ist dicht besiedelt. Ein Anwohner, Abdul Rahman, sagte, er habe das Flugzeug mindestens drei Mal kreisen sehen, bevor es in mehrere Häuser gestürzt sei.

Örtliche Fernsehsender zeigten Rauch, der aus Richtung des Flughafens kam. Rettungswagen rasten dorthin. Polizisten mit Schutzmasken versuchten, Menschenmengen fernzuhalten, um Feuerwehr- und Krankenwagen den Weg durch enge Straßen zum Absturzort zu bahnen. Beamte und Soldaten riegelten die Gegend dann ab.

Pilot meldete technische Probleme

Örtliche TV-Sender meldeten, dass drei Insassen in der vordersten Reihe der Unglücksmaschine überlebt hätten. Sie strahlten Aufnahmen von einem Mann auf einer Trage aus, bei dem es sich um den Chef der Bank von Punjab handeln soll.

Eine Satellitenansicht von Karatschi in Pakistan und der umliegenden Region. © Quelle: -/Google/dpa

Die Absturzursache war zunächst unklar. Eine auf der Webseite Live-ATC.net gepostete Übertragung des letzten Funkkontakts zwischen Pilot und Flugsicherung deutete auf einen möglichen Triebwerksausfall beim Landeversuch hin. “Wir haben das Triebwerk verloren”, sagt der Pilot. Der Fluglotse bot daraufhin eine Landebahn für eine Notlandung an. Mehrmals setzt der Pilot dann jedoch einen Notruf ab, ehe die Übertragung abreißt. In sozialen Medien kursierte ein Video, das ein Flugzeug in niedriger Flughöhe über einem Wohngebiet zu zeigen schien, während Flammen aus einem der Triebwerke schossen.

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Absturz in Karatschi: Pilot meldete offenbar technische Probleme
1:07 min
Die Maschine der Pakistan International Airlines war in Lahore im Osten des Landes gestartet und befand sich im Landeanflug auf den Flughafen von Karatschi.  © Reuters

Unfall eine Woche nach Wiederaufnahme des Flugverkehrs

Pakistans Ministerpräsident Imran Khan zeigte sich erschüttert über das Unglück. Der Absturz schockiere und bekümmere ihn, twitterte er. Es würden sofortige Ermittlungen eingeleitet. Seine Gebete und sein Beileid gälten den Familien der Verstorbenen.

Bereits im Jahr 2016 kam es zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten. 2012 starben 127 Menschen beim Absturz einer Maschine einer kleinen privaten Airline auf dem Weg von Karatschi nach Islamabad. Im Jahr 2010 stürzte ein Airbus vor der Landung in der Hauptstadt Islamabad ab, alle 152 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben.

RND/AP

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