Paar segelt um die Welt und bekommt von Corona nichts mit

  • Ein Paar kauft sich ein Segelboot, um eine Weltreise zu machen.
  • 25 Tage sind sie abgeschnitten von der Außenwelt unterwegs, als sie in der Karibik stoppen wollen.
  • Doch sie dürfen nicht anlegen – wegen Corona.
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Beide kündigten 2017 ihren Job und wollten die Welt bereisen: Elena Manighetti und Ryan Osborne aus Manchester verließen Ende Februar 2019 die kanarischen Inseln in Richtung Karibik. Mehr als 4800 Kilometer ließen sie im März mit ihrem Segelboot hinter sich. Wie BBC berichtete, hatten sie 25 Tage keinen Kontakt zur Außenwelt. Vom Coronavirus bekamen sie offenbar nichts mit.

Als sie an mehreren Häfen stoppen wollten, wurde ihnen das aber wegen der Corona-Maßnahmen verboten. Gegenüber “BBC” sagte Osborne: “Wir haben zuerst versucht, in einem der französischen Gebiete in der Karibik zu landen, aber als wir ankamen, stellten wir fest, dass alle Grenzen geschlossen waren und die Inseln geschlossen wurden.”

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Manighetti ist italienische Staatsbürgerin und kommt ursprünglich aus der vom Coronavirus stark betroffenen Lombardei. Auch deswegen wollten die ortsansässigen Behörden sie nicht reinlassen. Doch das Paar konnte mit seinen GPS-Bootsdaten beweisen, dass sie 25 Tage auf dem Boot keinen Kontakt zu anderen Menschen hatten. Manighetti und Osborne waren somit automatisch in Quarantäne und durften Saint Vincent in der Karibik schlussendlich doch betreten.

In der Karibik gestrandet

Als Manighetti und Osborne Ende Februar losfuhren, war das Virus noch nicht so ein großes Thema. “Im Februar hatten wir gehört, dass es in China ein Virus gibt, aber mit den begrenzten Informationen, die wir hatten, dachten wir, dass in 25 Tagen, wenn wir in der Karibik ankommen, alles vorbei sein wird”, sagte Manighetti der BBC. Das Paar befindet sich momentan auf Saint Vincent, nach Hause kommen sie erst mal nicht.

RND/am


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