Paar aus Bayern nennt Tochter Pocahontas

  • Deutsche Behörden werden immer toleranter, wenn es darum geht, ungewöhnliche Vornamen zu genehmigen.
  • Sehr zur Freude eines Paares aus Oberbayern, das seiner Tochter den Vornamen Pocahontas gab.
  • Das Standesamt stufte den Namen eindeutig als weiblichen Vornamen ein.
Anzeige
Anzeige

Egling. In Oberbayern hat ein Paar seine Tochter nach der Indianertochter Pocahontas benannt. Wie der "Münchner Merkur" am Dienstag berichtet, hat das Standesamt in Wolfratshausen gegen den Namen keine Einwände. Wie die Eltern aus Egling (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) der Zeitung sagten, hätten sie dem dunkelhaarigen Mädchen Pocahontas als Drittnamen gegeben. Der Rufname des wenige Wochen alten Babys sei Dina nach der Urgroßmutter, Sofia der Zweitname. Das Standesamt verwies dem Blatt zufolge darauf, dass Pocahontas eindeutig ein weiblicher Vorname und damit zulässig ist.

Generell sind die Behörden in Deutschland inzwischen toleranter dabei geworden, den Wunsch der Eltern auch bei ungewöhnlichen Namen zu akzeptieren. In der Vergangenheit gab es immer wieder Prozesse, wenn Standesämter einen Namensantrag ablehnten. So führte der Rechtsstreit um den Namen des Zeichentrickkobolds Pumuckl in den 1980er Jahren bis vor das Bundesverfassungsgericht - die Eltern konnten sich letztlich durchsetzen.

Pocahontas wurde durch Disney-Verfilmung populär

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Pocahontas war Anfang des 17. Jahrhunderts die Tochter eines Indianerhäuptlings, die angeblich in Nordamerika zwischen den Ureinwohnern und Kolonialisten vermittelt hat. In den 1990er Jahren wurde die Figur durch einen Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios populär.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen