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#OutInChurch: Bistümer in Osnabrück und Essen entlassen niemanden wegen sexueller Orientierung

Franz-Josef Bode, Vizepräsident des Synodalen Weges und Bischof des Bistums Osnabrück, spricht während eines Pressestatements zu Beginn der Dritten Synodalversammlung der deutschen Katholiken.

Franz-Josef Bode, Vizepräsident des Synodalen Weges und Bischof des Bistums Osnabrück, spricht während eines Pressestatements zu Beginn der Dritten Synodalversammlung der deutschen Katholiken.

Osnabrück. Das Bistum Osnabrück wird nach eigenen Angaben keine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen oder anderweitig belangen. Das kündigte das Bistum in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück an. Es bezieht sich bei dieser Entscheidung auf einen Beschluss der dritten Vollversammlung des Synodalen Wegs.

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Die Diözese verpflichtet sich laut der Mitteilung vom Montag, keine arbeits- oder disziplinarrechtlichen Maßnahmen gegen Mitarbeitende aufgrund ihrer Partnerschaften, sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität zu ergreifen. Die Selbstverpflichtung soll bis zur Änderung der entsprechenden Artikel in der Grundordnung des kirchlichen Arbeitsrechts gelten. Das Bistum bezieht sich bei seiner Selbstverpflichtung auf einen Synodalbeschluss, der eine entsprechende Anpassung des bundesweiten kirchlichen Arbeitsrechts fordert. Bisher gab es nur Einzelfallregelungen.

Und auch das Bistum Essen verkündet auf seiner Website an diesem Montag, dass das Beziehungsleben der Mitarbeitenden keine Auswirkungen auf den Arbeitsvertrag haben wird. Demnach hätten der Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer in einem Brief an die rund 3800 Kirchenbeschäftigten und Religionslehrerinnen und -lehrer bekräftigt, dass im Ruhrbistum kein Beschäftigter wegen seiner Orientierung berufliche Schwierigkeiten bekomme. Angestoßen wurde das durch die Initiative #OutInChurch, die vor drei Wochen an die Öffentlichkeit ging und mit der 125 Katholiken und Katholikinnen forderten, dass LGBTIQ+ in der Kirche nicht mehr diskriminiert werden.

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Synodaler Weg für Gleichstellung homosexueller Menschen

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsformat innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. In dem Forum soll unter anderem die zukünftige Ausrichtung der Kirche diskutiert werden. Anfang Februar war die dritte Vollversammlung des synodalen Wegs zu Ende gegangen. Unter anderem sprachen sich die Teilnehmenden mehrheitlich für eine Gleichstellung von homosexuellen Menschen in der katholischen Kirche aus.

Das Forum wurde als Reaktion auf eine 2018 vorgestellte Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche einberufen. Die Deutsche Bischofskonferenz und der Zentralrat der Katholiken sind verantwortlich für das Gesprächsformat. Beschlüsse des Forums sind nicht bindend.

RND/dpa/hsc

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