Otto-Versand wehrt sich gegen rassistischen Tweet

  • Eine AfD-Frau beschwerte sich beim Otto-Versand über dunkelhäutige Models auf dessen Homepage.
  • Das Versandhaus erwiderte die rassistische Botschaft mit einem gepfefferten Tweet.
  • Für den unmissverständlichen Kommentar erhielt das Unternehmen viel Lob in den sozialen Netzwerken.
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Der Otto-Versand hat eine Nachricht an eine Kundin verschickt, die sich am Valentinstag mit einem rassistischen Tweet an das Unternehmen gewandt hatte. Die Frau, die sich in ihrer Twitter-Biografie als AfD-Mitglied zu erkennen gibt, beklagte sich über Fotos auf der Otto-Homepage, auf der auch farbige Models abgebildet seien. Kernsatz der Kundin: „Ich will das nicht mehr sehen müssen“ – in Großbuchstaben.

Ein „offener Brief“ folgte, in dem sich die Rassistin dezidierter äußerte und zu dem Schluss kam, dass Otto „nur afrikanische Kunden haben“ wolle.

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Der Adressat zeigte Flagge und antwortete Klartext: „ES WIDERT UNS AUCH AN. Da will man Twitter öffnen, klickt entsprechend, glotzt uns erneut so ein absurder Tweet an! WIR WOLLEN DAS AUCH NICHT MEHR SEHEN MÜSSEN! Das ist nicht unsere Gesellschaft. OHNE UNS“, lautet der Tweet im Wortlaut.

Das Kontra des Konzerns brachte ihm Twitter-Applaus. Über 4000 Mal wurde der Tweet binnen 24 Stunden retweetet, fuhr mehr als 23.000 Likes ein. Ein Demokrat fasste zusammen: „Danke Otto. Haltung zeigen. Laut sein. Kein Millimeter nach rechts."

RND/big

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