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  • Oslo: Illegale Rave-Party im Schutzbunker endet für 25 Gäste im Krankenhaus

200 feiern illegal in Schutzbunker: 25 Partygäste im Krankenhaus

  • Rund 200 junge Leute sind am Samstag in einen Bunker in Oslo eingebrochen, um eine Rave-Party zu feiern.
  • Sie hatten allerlei technische Ausstattung dabei – und die wurde lebensgefährlich.
  • Dutzende Partygäste erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung, fünf befinden sich in einem kritischen Zustand.
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Oslo. Die Partylocation wurde fast zur tödlichen Falle: In Oslo sind rund 200 Menschen in einen versteckten Bunker im Stadtzentrum eingebrochen, um dort eine illegale Rave-Party zu feiern. Videoaufnahmen zeigen eine Menge, die ausgelassen zu Technobeats feiert, der Bunker wird durch Laser bunt beleuchtet. Dafür hatten die Partygäste zwei gewöhnliche Stromaggregatoren für die Musik- und Lichtanlagen dabei. Der verwandelte die Luft in dem alten Bunker allerdings in eine giftige Mischung, da Kohlenmonoxid freigesetzt wurde.

Gegen 4 Uhr am Sonntagmorgen trafen Rettungskräfte ein – und fanden sieben Gäste bewusstlos auf. Diese wurden mit 16 weiteren Partygästen und zwei Rettungskräften mit Kohlenmonoxidvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert, berichtet der Sender “TV2”. Demnach befinden sich fünf Personen in einem kritischen, aber nicht lebensgefährlichen Zustand. Feuerwehrmann Ronny Andersen, der bei dem nächtlichen Einsatz zugegen war, sagte gegenüber “Dagbladet”, man wisse nicht, wie hoch die Zahl der Verletzten insgesamt sei, da vermutlich sehr viele Partygäste Kohlenmonoxid eingeatmet hatten.

Organisator im Krankenhaus: Illegale Party wurde drei Wochen lang geplant

Der Bunker diente einst Zivilschützern als sicherer Zufluchtsort in Kriegssituationen – die Luftversorgung soll generell sehr schlecht dort sein. Seit 2012 gehört der Bunker der Stiftung Diakonissenhaus Lovisenberg, die bekannt gab, erst am Donnerstagabend alle Zugänge kontrolliert zu haben – da man immer wieder Einbruchsspuren an versperrten Eingängen gefunden hatte, sagte Stiftungsvorstand Vidar Haukeland dem Fernsehsender “TV2”. Auch soll es nicht die erste illegale Party dort gewesen sein, wie mehrere Partygäste dem Sender versicherten.

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Bisher sei bei den Partys alles gut gegangen, erzählt ein 24-jähriger Organisator der Zeitung “VG”. Der junge Mann, der sich unter den Verletzten im Krankenhaus befindet, sagte, er habe das Event zusammen mit drei Freunden drei Wochen lang geplant. Die Aggregatoren seien in einem separaten Raum untergebracht gewesen, als er in der Nacht dorthin kam, habe er drei bewusstlose Personen aufgefunden. “Ich habe mein Shirt über das Gesicht gezogen, weil man so schwer atmen konnte, und habe sie nacheinander rausgetragen”, sagt er. Das Fest habe er augenblicklich aufgelöst.

RND/msk

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