Oktoberfest: Das sollte man wissen

  • Wo kann man Geld abheben? Wo ist das Fundbüro?
  • Und kann ich meinen Rucksack mit ins Festzelt nehmen?
  • Wir klären die wichtigsten Fragen um das Oktoberfest 2019.
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München. Ein Besuch auf dem größten Volksfest der Welt muss zwar nicht sorgfältig geplant sein. Vor, auf und rund um die Festwiese können sich Wiesn-Gänger das Leben aber leichter machen, indem sie auf folgende Dinge achten.

Kann ich meinen Rucksack mit auf das Gelände nehmen?

Das kommt auf die Größe an. Wer großes Gepäck hat, muss es aufgeben. Taschen und Rucksäcke dürfen höchstens drei Liter Volumen haben und nicht größer sein als 20 x 15 x 10 Zentimeter. An den verschiedenen Zugängen gibt es mehrere Gepäckaufbewahrungen. Ganz umsonst ist das allerdings nicht. Je nach Gewicht müssen Besucher 4 bis 7 Euro bezahlen.

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Übrigens, Kinderwagen sind auf der Festwiese samstags und am Feiertag, dem 3. Oktober, generell nicht erlaubt. An den übrigen Wiesn-Tagen gilt dieses Kinderwagenverbot ab 18 Uhr. Das Parken bei der Gepäckaufbewahrung kostet aber nur 3 Euro.

Wo kann ich Geld abheben?

Auf der Wiesn ist nur Bares Wahres. Hendl und Maß lassen sich nicht mit Karte bezahlen. Sollte das Portemonnaie mal leer sein, ist das aber kein Problem. Rund zwölf Geldautomaten verschiedener Banken und Sparkassen findet man an den Zugängen zum Festgelände. Mittlerweile haben auch viele Festzelte Geldautomaten aufgestellt, die sogar Master- und VisaCard nehmen. Mit der Oktoberfest-App lässt sich auch ganz fix ausmachen, wo der nächste steht.

Wie sind die Öffnungszeiten der Bierzelte

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"Ozapft is!" heißt es, wenn die Bierzelte öffnen. Doch wann ist das eigentlich der Fall? Am ersten Wiesnsamstag öffnen die Zelte um 09:00 Uhr morgens und ab 10:00 Uhr gibt es die ersten, alkoholfreien Getränke. Der Bierausschank beginnt dann um 12:00 Uhr mittags. Der Anstich eröffnet dann offiziell die Wiesn.

Von Montag bis Freitag öffnen die Zelte um 10:00 Uhr morgens, das letzte Bier gibt's bis 22:30 wenn das letzte Lied der Kapelle spielt. Um 23:30 ist dann schließlich Zapfenstreich.

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Am Wochenende, bzw. an Feiertagen beginnt der Ausschank bereits um 09:00 Uhr.

Augenommen hiervon sind die Käfer Wiesn-Schänke sowie Kufflers Weinzelt. Diese haben bis 01:00 Uhr geöffnet, wobei die letzten Getränke um 00:30 Uhr ausgeschenkt werden.

Gibt es ein Servicezentrum?

Ja, das gibt es. Es befindet sich gleich hinter dem Schottenhamel-Zelt. Wer (Erste) Hilfe sucht, wird sie hier finden, selbst wenn es nur ein Pflaster ist. Den Security-Point sollten sich besonders Frauen merken. Von der Aktion „sichere Wiesn“ gibt es eine Anlaufstelle im Falle von Belästigungen oder Diebstahl. Bei den vielen Besuchern kann es zudem schnell passieren, das die Kleinen im Getümmel den Anschluss verlieren. Bei der Kinderfundstelle können verloren gegangene Kinder abgegeben oder abgeholt werden.

Jedes Jahr gehen etwa 4000 Gegenstände auf dem Münchner Oktoberfest verloren. Darunter Brillen, Schlüssel, Ausweise und Smartphones. Fundsachen werden in der Regel erst am Tag, nachdem sie verloren oder vergessen wurden, von den Zelten und Ständen im Fundbüro abgegeben. Deswegen ist es sinnvoll, erst ein bis zwei Tage nach dem Verlust ins Fundbüro zu kommen. Zur Info: Ist die Wiesn vorbei, werden die Fundsachen im städtischen Fundbüro in der Oetztaler Straße 19, 81373 München (U-Bahn Harras), gelagert.

Im Video: Das Oktoberfest im Gesundheitscheck

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Bier, Flirt und Viren: Das Oktoberfest im Gesundheitscheck
1:38 min
Kurz vor dem Anstich: das Oktoberfest im Gesundheitscheck. Auf was muss man bei einem Wiesn-Besuch achten?  © dpa

Warum findet das Oktoberfest im September statt?

Es heißt Oktoberfest, doch warum feiert man im September? Tatsächlich startete das erste Oktoberfest im gleichnamigen Monat - am 17. Oktober 2019 um genau zu sein.

Wegen des berühmten Münchner Sauwetters kann im Oktober allerdings durchaus mal ein Schneesturm wehen. Im Jahr 1828 wurde deshalb ein Antrag gestellt, um das Oktoberfest in den viel sonnigeren Münchner Altweibersommer zu verlegen.

Dieser Antrag wurde zunächst abgelehnt. Das Gelände, auf dem das Fest stattfand, war seinerzeit noch eine landwirtschaftliche Fläche. Vor der Ernte konnte das Oktoberfest also nicht stattfinden. Erst als die Felder um die Wiesn in Bauland umgewandelt wurden, war der Weg frei um den Start des Oktoberfestes in den September zu verlegen.

Seit 1904 beschloss der Stadtrat dann endgültig die Regel, die wir heute kennen: Der Hauptsonntag des Oktoberfestes muss zwischen dem 28. September und dem 04. Oktober liegen.

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Was zieht man zum Oktoberfest an?

Für de Madl das Dirndl, für de Buam die Lederhose. Besucher und Besucherinnen der Wiesn fragen sich immer wieder, was man zum Oktoberfest anziehen kann.

Zur Bayerischen Tradition gehören natürlich die Lederhose, bzw. Kniebundhosen und das Dirndl. Aber eine Vorschrift ist das nicht.

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Stylish auf dem Oktoberfest: Ist Tracht Pflicht?
1:29 min
Blasmusik, Brathendl und Bier: Das Münchner Oktoberfest lockt viele Touristen an. Dazu gehört eigentlich Tracht – aber ist sie auch ein Muss?  © dpa

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RND/kms/spot