Keine Sommer-Wiesn: Ausschuss lehnt vorgezogenes Oktoberfest ab

  • In den vergangenen beiden Jahren war das Münchner Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.
  • Um die Chancen auf eine Durchführung der Wiesen in 2022 zu erhöhen, wurde zuletzt über eine Vorverlegung in den Sommer diskutiert.
  • Doch die Pläne sind jetzt vom Tisch.
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München. Eine Vorverlegung des Oktoberfests wegen Corona ist vom Tisch. Das habe ein interfraktioneller Ausschuss aus Stadträten und Vertretern der Verwaltung am Freitag entschieden, sagte Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Wiesn bleibt wo sie ist, wann sie und wie sie ist.“ Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst über die Entscheidung berichtet. Damit soll es wie geplant am 17. September „Ozapft is“ heißen - sofern die Pandemie es zulässt. Die endgültige Entscheidung darüber soll laut Baumgärtner Anfang Mai fallen.

Schon jetzt sei klar, dass - sofern es ein Oktoberfest gibt - nur Geimpfte und Genesene Zugang haben sollen. Das habe der Ausschuss am Freitag unterstrichen, sagte Baumgärtner. Experten befassen sich derzeit weiter damit, wie die Kontrollen konkret stattfinden könnten - etwa digital über eine App.

Gegen eine Verlegung der Wiesn sprachen vor allem organisatorische Gründe. Viele Vorbereitungen brauchen einen langen Vorlauf. Etwa nehmen sich viele Helfer wie Bedienungen extra frei, um auf der Wiesn zu arbeiten - und können nicht so einfach umplanen. Er persönlich begrüße die Entscheidung. „Eine Verlegung entzaubert die Wiesn und nimmt ihr den Charakter. Das ist nicht wie ein Popkonzert, das man einfach verschieben kann“, sagte Baumgärtner.

RND/dpa

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