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Wiesn-Start am 17. September

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause: Oktoberfest findet 2022 wieder statt

Das Oktoberfest soll in diesem Jahr wieder normal stattfinden – wie zuletzt 2019.

Das Oktoberfest soll in diesem Jahr wieder normal stattfinden – wie zuletzt 2019.

Das Münchner Oktoberfest findet in diesem Jahr nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder statt. Das gab Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitag bekannt. „Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte Reiter bei einer Pressekonferenz. Es werde – nach heutigem Stand – keine Zugangs­beschränkungen wie 1G, 2G oder 3G geben und auch keine anderen Auflagen – „es gibt keine rechtliche Möglichkeit hierzu“. Er hoffe, dass die Fachleute Recht behielten „und wir diese Entscheidung im Herbst nicht bereuen“, so Reiter weiter.

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Bei der Entscheidung habe es zwei Faktoren geben: eine politische, bei der Reiter auf den Krieg in der Ukraine verwies, und eine infektiologische. Eine Absage sei aber aus beiden Gründen nicht gerechtfertigt gewesen. Am 17. September soll es somit auf der Theresienwiese erstmals wieder heißen: „Ozapft is!“ Das Fest dauert bis zum 3. Oktober. Rund sechs Millionen Besucher lockte das größte Volksfest der Welt vor der Pandemie an.

Zu einer möglichen Steigerung der Preise, unter anderem beim Bier, sagte Reiter: „Ich werde an die Wirte appellieren, bei den Preisen den Volksfestcharakter im Blick zu haben und Signalgrößen nicht zu überschreiten.“

Nach zwei Jahren Pause: Oktoberfest 2022 soll ohne Beschränkungen stattfinden

Jetzt ist es amtlich – das Oktoberfest 2022 findet statt. Am Freitag hat das der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter im Rathaus verkündet.

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„Team Volksfest-Hopping“: Reiter kritisiert Wiesn-Drängler

Reiter nutzte die Zusage für die Wiesn 2022 zum Anlass für Seitenhiebe gegen Markus Söder (CSU) sowie andere Politiker und Verantwortliche, die in den vergangenen Wochen für das Fest im Spätsommer plädierten. „Man kann - so wie in Bayern geschehen - das „Team Vorsicht“ auch auflösen und daraus ein „Team Volksfest-Hopping“ machen“.

Der Applaus in den Bierzelten und in den sozialen Medien sei natürlich gesichert, „wenn man Versprechungen macht, für die man nicht verantwortlich ist“.

Oktoberfest war 2020 und 2021 ausgefallen

2020 und 2021 war das Oktoberfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Längere Pausen gab es in der über 200-jährigen Geschichte des Volksfestes bisher nur in Kriegszeiten. Immer lauter waren in den vergangenen Tagen die Stimmen für eine Wiesn 2022 geworden.

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Mittlerweile sind in Bayern sämtliche Corona-Auflagen auch für Volksfeste weggefallen. Die Entscheidung, ob und wie Volksfeste stattfinden, treffen allerdings die jeweiligen Kommunen.

Kurzzeitig war überlegt worden, ob das Fest wegen der im Herbst steigenden Infektionszahlen vorverlegt werden könnte. Das wurde aber rasch verworfen.

Zuletzt war nach einem Auftritt des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko im Münchner Stadtrat per Live­schalte debattiert worden, ob angesichts des Krieges und des Leidens der Menschen fröhlich gefeiert werden könne. Die Wiesnwirte hatten entgegnet, es trage zur Völkerverständigung bei, wenn Menschen aus aller Welt friedlich zusammen feierten. Argumentiert wurde auch, eine Absage spiele eher Kremlchef Wladimir Putin in die Hände, weil dies seine Macht zeige.

RND/seb/dpa

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