Notre-Dame: Bei Brand verformtes Gerüst wird abmontiert

  • Der Abbau des beim Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame verformten Gerüsts hat begonnen.
  • Es besteht aus rund 40.000 Teilen, wiegt 200 Tonnen und befindet sich teilweise in 40 Meter Höhe.
  • Am Montag war ein 80 Meter hoher Kran vor der Kathedrale im Einsatz, um die Arbeiten durchzuführen.
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Paris. In Paris hat der Abbau des beim Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame verformten Gerüsts begonnen. Ein 80 Meter hoher Turmkran hob am Montag immer wieder einen Korb auf das Dach des weltberühmten Gebäudes und brachte ihn wieder herunter. So sollen etwa demontierte Gerüstteile abtransportiert werden. Auch Kletterer sollen beim Abbau helfen und das Gerüst mit Säbelsägen zerlegen.

Vor dem verheerenden Brand der Kathedrale im April vergangenen Jahres war die Turmspitze des weltberühmten Bauwerks restauriert worden. Das dafür auf dem Dach installierte Gerüst hielt dem Einsturz der Turmspitze zwar stand, wurde jedoch durch die Hitze des Feuers massiv verformt. Das Gerüst besteht aus rund 40.000 Teilen, wiegt 200 Tonnen und befindet sich teilweise in 40 Meter Höhe.

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RND-Videoschalte zu Notre-Dame: "Es gibt wenige Ereignisse, die einen so geprägt haben"
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Ein Jahr nach dem Brand von Notre Dame blickt RND-Korrespondentin Birgit Holzer zurück - und erzählt auch, wie es mit dem Wiederaufbau der Kirche vorangeht.  © RND
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“Es ist eine Aktion, die heute anfängt und vermutlich den ganzen Sommer über dauern wird”, sagte Christophe Rousselot von der Stiftung Notre-Dame dem Sender BFMTV. Es seien sehr komplizierte Arbeiten, die minutiös vorbereitet wurden. So wurde etwa auch ein zweites Gerüst angebracht, das das kaputte Gerüst umrahmt.

Flammeninferno in Pariser Hauptstadt löste weltweites Entsetze aus

Seit Pfingstsonntag hat auch der Vorplatz der Kathedrale wieder geöffnet. Wo sich normalerweise Hunderte Touristen tummeln, herrscht nun aber weitgehend große Leere – nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Einige wenige Menschen sitzen am Rand des Platzes und schauen auf die berühmte Baustelle.

Das Flammeninferno im Herzen der französischen Hauptstadt hatte international Entsetzen ausgelöst. Wegen der Corona-Krise waren die Bauarbeiten an dem rund 850 Jahre alten Bauwerk zwischenzeitlich unterbrochen worden. Von Ende April an kehrte dann wieder Leben auf der Baustelle ein.

RND/dpa

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