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77 Menschen getötet

Gedenkstätte für Opfer von Anschlag in Utøya eröffnet

Für jedes Opfer wurde eine Bronzesäule errichtet.

Für jedes Opfer wurde eine Bronzesäule errichtet.

Oslo. Am Fähranleger zur Insel Utøya ist in Norwegen die nationale Gedenkstätte für die 77 Todesopfer der Terroranschläge vom 22. Juli 2011 eröffnet worden. Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sagte am Samstag sichtlich bewegt bei der Zeremonie, er hoffe, das Mahnmal werde dazu beitragen, dass künftige Generationen von der dunklen Geschichte lernen könnten.

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Die Gedenkstätte liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Oslo und besteht aus 77 Bronzesäulen – eine für jedes Todesopfer. Von dem Anleger fährt die Fähre zur Insel Utøya, auf der der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik vor fast elf Jahren 69 überwiegend junge Menschen getötet hatte. Zuvor hatte er im Osloer Regierungsviertel eine Bombe gezündet und damit acht Menschen getötet.

„Ich denke beinahe jeden Tag an Sie“

Neben Überlebenden, Hinterbliebenen und Helfern nahm auch Norwegens Kronprinz Haakon an der Eröffnung teil. „Ich denke beinahe jeden Tag an Sie, besonders an einem Tag wie heute“, sagte Støre an Überlebende und Hinterbliebene gerichtet und fügte hinzu: „Wir können den Schmerz nicht erahnen, den Sie fühlen.“ Die Zeremonie endete mit dem Verlesen der Namen der Opfer, einer Schweigeminute und einem Trompetensolo. Dann wurden Rosen an der Stätte niedergelegt.

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Die Eröffnung stellt das Ende eines jahrelangen Streits um den Bau der nationalen Gedenkstätte dar, die eigentlich zum zehnten Jahrestag der Anschläge im vergangenen Sommer fertiggestellt werden sollte. Insbesondere war der genaue Standort umstritten gewesen. Bereits ein ursprünglicher Plan, eine Schneise in einen Felsvorsprung gegenüber von Utøya zu schlagen, hatte Unmut ausgelöst und war an Protesten gescheitert.

Als die Regierung im Sommer 2017 letztlich beschloss, die Stätte an dem Kai zu errichten, löste das erneut gemischte Gefühle bei den Anwohnern aus. Manche von ihnen waren an der Rettung verletzter und unter Schock stehender Jugendlicher beteiligt gewesen. Eine Reihe von Nachbarn klagte, weil sie ein Aufreißen alter Wunden fürchteten. Ein Gericht gab dem Bau dann Anfang 2021 letztlich grünes Licht.

RND/dpa

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