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1000 Menschen feiern in Park in Bergen - und hinterlassen Müllberge

  • In Norwegen haben am Wochenende Tausende junge Menschen wilde Partys gefeiert.
  • Alleine in einem Park in Bergen kamen am Samstagabend rund 1000 Menschen zusammen.
  • Der 1. Mai markiert in Norwegen traditionell den Beginn der Russetida - den mehrwöchigen Feiereien der Abiturienten.
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Bergen. In der norwegischen Stadt Bergen haben sich in der Nacht zu Sonntag rund 1000 Menschen in einem zentralen Park versammelt, um zu feiern. Das gute Wetter und die strengen Corona-Regelungen, in der eigenen Wohnung nur maximal zwei andere Menschen zu treffen, sollen dazu geführt haben, sagte die Polizei der Lokalzeitung „Bergens Tidene“.

Es sei zwar besser, sich draußen zu treffen als drinnen, sagte Stadtrat Roger Valhammer, aber: „Es ist nicht die Zeit, jetzt ein spontanes Festival in einem Park zu veranstalten. Wenn man den Abstand nicht einhält und sich nicht in seiner Gruppe bewegt, kann es schnell zu einem großen Ausbruch kommen“, sagte er gegenüber „Dagbladet“. Vor allem in der Altersgruppe unter 30 sehe man eine „bedenkliche Entwicklung“, so Valhammer. Die Stadt hatte bereits vor dem Wochenende angekündigt, über neue Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beraten.

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Partys in Bergen: Anwohner zeigen Verständnis, Polizei überfordert

Laut Berichten gab es nur wenige Beschwerden gegen die Feiernden, die um 1 Uhr nachts noch mit neun Musikanlagen die Stadt beschallten. Anwohner hätten grundsätzlich eher Verständnis gezeigt, sagte die Polizei der Zeitung. Man habe aufgrund der schieren Anzahl - und weil es stadtweit noch weitere Feste gab - keine Kapazitäten gehabt, die jungen Menschen zurückzuweisen.

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Die Feiernden richteten jedoch auch einiges an Schaden an. Um 5 Uhr morgens begann die Stadtreinigung damit, den zentralen Park von den Müllbergen zu befreien. Mehrere Stunden waren sie zugange, bis zum frühen Vormittag.

1. Mai markiert in Norwegen den Auftakt zu Partywochen der Abiturienten

In ganz Norwegen wurden am Wochenende viele Partys im Freien gefeiert. Auf der zur Hauptstadt gehörenden Insel Bygdøy in Oslo feierten Hunderte Jugendliche - rund 150 sollen weggelaufen sein, als die Polizei eintraf. In der Kleinstadt Byremo sollen sich bis zu 300 Teenager getroffen haben.

Die Nacht zum 1. Mai markiert in Norwegen traditionell den Auftakt der sogenannten Russetida, der Zeit der feiernden Abiturienten. Normalerweise reisen sie in aufwendig umgebauten Bussen durch das Land und feiern bis zum Nationalfeiertag am 17. Mai ausgiebig. Das zweite Jahr in Folge sind die Partys in der Russetida aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkt worden. Dennoch kamen bereits am Freitag landesweit hunderte und tausende Jugendliche zusammen, am Samstagabend waren es allerdings noch einmal deutlich mehr.

RND/msk

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