Sandbank in der Nordsee könnte neue Insel von Hamburg werden

  • Eine 600 Hektar große Sandbank bildet sich in der Nordsee.
  • Wenn die Natur es zulässt, könnte sie bald zu einer Hamburger Insel werden.
  • Das könnte laut dem Sprecher der Hamburger Umweltbehörde jedoch "noch viele Jahre" dauern.
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Vor den Hamburger Nordseeinseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn entsteht gerade eine riesengroße Sandbank: Sie könnte in Zukunft sogar zu einer neuen Insel für Hamburg erklärt werden. Die “Bild”-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. Wie der Sprecher der Hamburger Umweltbehörde, Björn Marzahn, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte, hat die Sandbank im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer eine Fläche von 600 Hektar. Das ist nahezu viermal so groß wie die Hamburger Außenalster und fast “doppelt so groß wie der Ohlsdorfer Friedhof” in Hamburg.

In ferner Zukunft könnte die Sandbank auch für Besucher geöffnet sein. © Quelle: Peter Körber NP-Archiv

Wie Marzahn erklärt, entstehe die Sandbank durch “Strömungen an der Elbmündung”, die Sand auflagern, sammeln und so zu “anhaltenden Auflagerungen” führen.

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Noch viele Jahre bis zur Insel

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Doch noch ist die Sandbank offiziell keine Insel: So kann man sie erst zu einer Insel erklären, wenn sie nicht mehr überspült wird. Das passiere laut Marzahn noch “zweimal” am Tag zu den Gezeiten. Es hänge also von der Strömung ab und könne noch “viele Jahren dauern”, bis dort offiziell eine Insel steht. Die Gefahr besteht jedoch auch, dass die Sandbank wieder verschwindet: Dies sei “mit anderen Strömungsverhältnissen” möglich. Doch der Trend gehe eher Richtung Insel, wie der Sprecher der Hamburger Umweltbehörde erklärte.

Noch wird die Sandbank täglich zwei Mal überschwemmt. © Quelle: Peter Körber NP-Archiv
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Auch was für Touristen?

Ob Reisende sich dort also bald sonnen oder sogar Urlaub machen können, ist noch unklar. Weil es sich um einen Nationalpark handelt, würden dort laut Marzahn “strenge Auflagen” gelten: So könnte es später wahrscheinlich auch ein Betretungsverbot für Touristen geben. Doch Marzahn schließt Besucher nicht gänzlich aus: “In ferner Zukunft kann ich mir vorstellen, dass sie begehbar wird.”

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