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  • Nigeria, Kaduna: Vergewaltiger werden mit Kastration bestraft - Täterinnen droht Entfernung der Eileiter

Vergewaltigern droht Kastration in nigerianischem Bundesstaat

  • In einem Bundesstaat von Nigeria können verurteilte Vergewaltiger künftig mit Kastration bestraft werden.
  • Die Gesetzesänderung sehe zudem vor, dass Täterinnen bei Verurteilung die Entfernung der Eileiter drohe.
  • In Kaduna haben im Juni und Juli mehrere brutale Vergewaltigungen für öffentliches Aufsehen gesorgt.
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Frankfurt a.M., Kaduna. Im nigerianischen Bundesstaat Kaduna droht verurteilten Vergewaltigern künftig die Kastration. Der Gouverneur des Bundesstaats, Nasir Ahmad El-Rufai, unterzeichnete eine entsprechende Gesetzesänderung, wie die Regionalregierung am Mittwochabend auf Twitter mitteilte. Die Entfernung der Hoden kann demnach bei Vergewaltigungen von Kindern unter 14 Jahren als Strafmaßnahme angeordnet werden. Bei weiblichen Tätern sieht das Gesetz eine operative Entfernung der Eileiter vor.

In Kaduna haben im Juni und Juli mehrere brutale Vergewaltigungen für öffentliches Aufsehen gesorgt. Alle 36 nigerianischen Bundesstaaten hatten im Juni wegen einer Zunahme von sexueller Gewalt den Notstand ausgerufen.

Die Verschärfung des Strafgesetzes durch das Regionalparlament hatte in der vergangenen Woche für heftige Diskussionen gesorgt. Der Verband der Christen in Nigeria (CAN) im Bundesstaat Kaduna bezeichnete Kastration als Strafmaßnahme als barbarisch. Gouverneur El-Rufai erklärte, die drastische Form der Bestrafung sei nötig, um Kinder vor schweren Verbrechen zu schützen.

RND/epd

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