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Niedersachsen will Einzelhandel, Gastronomie und Tourismusbetriebe am 10. Mai öffnen

  • Die niedersächsische Landesregierung will nach sechs Monaten Lockdown weitgehende Lockerungen ermöglichen.
  • Der Einzelhandel soll öffnen, Bewirtung in Restaurants und touristische Übernachtungen wieder möglich sein.
  • Geht es nach dem Willen der Politik, könnten die Pläne bereits am 10. Mai umgesetzt werden.
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Das Bundesland Niedersachsen plant nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) nach einem halben Jahr Lockdown in der Corona-Krise umfassende Lockerungen. Am 10. Mai sollen demnach in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 wieder Einzelhandel, Gastronomie und Tourismusbetriebe öffnen dürfen. Um das möglich zu machen, will die rot-schwarze Koalition die Corona-Verordnung des Landes entsprechend ändern.

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Einkaufen ohne Terminbuchung

Die Möglichkeiten für diese angepeilten Lockerungen rückt in greifbare Nähe. Am Freitag lag die Inzidenz bereits in 30 von 45 Kreisen und Großstädten in Niedersachsen wieder unter dieser Grenze. Nach Informationen der HAZ soll dann Einkaufen in allen Geschäften ohne vorherige Terminbuchung ermöglicht werden. Allerdings bleiben die Regelungen zur Kontaktnachverfolgung und zur strengen Zugangsbegrenzung – 20 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde – und die Pflicht zu Hygienekonzepten bestehen. Es kann dann aber sein, dass für Kunden auf einen Test- oder Impfnachweis verzichtet wird.

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Begründet wird der Vorstoß des Landes mit Erfahrungen im Lebensmitteleinzelhandel, für den es auch keine Testpflicht gebe und in dem auch nach über einem Jahr Pandemie keine größeren Infektionsgeschehen zu beobachten seien. Geplant ist laut HAZ auch die Öffnung der Gastronomie – allerdings weiterhin mit Corona-Beschränkungen. Bei der Innengastronomie könnten demnach die Kapazitäten begrenzt werden. Für den Besuch in einem Restaurant soll ein negativer Test verpflichtend sein.

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Veranstaltungen könnten dann genehmigt werden

Und damit nicht genug: Die Landesregierung will in begrenztem Rahmen auch wieder Veranstaltungen ermöglichen. Im ersten Schritt sollen die lokalen Gesundheitsbehörden die Möglichkeit bekommen, Veranstaltungen in Absprache mit dem Sozialministerium zu genehmigen.

Und auch die Reisebranche soll wieder Fahrt aufnehmen. Geplant ist, dass neben Ferienwohnungen, Ferienhäusern oder Wohnwagen auch Hotels wieder öffnen dürfen.

Über die Öffnungspläne soll am Sonntag beraten werden. Die HAZ berichtet, dass das Kabinett bereits am Dienstag über den Stufenplan entscheiden könnte. Hintergrund ist, dass die gültige Corona-Verordnung des Landes am 9. Mai ausläuft. Bei Kreisen oder Städten mit einer Inzidenz von über 100 hat die Landesregierung allerdings keine Handhabe mehr. Dann gilt die Bundesnotbremse – wie beispielsweise in der Region Hannover, in der die Inzidenz am Samstag bei einem Wert von 120,6 lag.

RND/hma

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