Auch in den Niederlanden: Tote durch Listerien in Wurst

  • In den vergangenen zwei Jahren sind laut niederländischen Gesundheitsbehörden drei Menschen durch mit Listerien verseuchte Wurst gestorben.
  • Die Behörde geht davon aus, dass die Wurstwaren von einer niederländischen Firma stammten.
  • Ob es einen Zusammenhang mit den Fällen in Deutschland gibt, war zunächst völlig unklar.
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Utrecht. In den vergangenen zwei Jahren sind nach Angaben niederländischer Gesundheitsbehörden drei Menschen durch mit Listerien verseuchte Wurst gestorben. Auch habe es dadurch eine Fehlgeburt gegeben, teilte das Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Freitag in Utrecht mit. Die Behörde geht davon aus, dass die Wurstwaren von einer niederländischen Firma in Aalsmeer stammten. Dieser Betrieb wurde vorläufig von den Behörden geschlossen.

Auch in Deutschland wurde vor wenigen Tagen bekannt, dass zwei Menschen durch den Verzehr keimbelasteter Wurst gestorben waren. Der Fleischhersteller Wilke wurde mit diesem Fall in Zusammenhang gebracht. Das Veterinäramt schloss daraufhin das Unternehmen, wenige Tage danach meldete es Insolvenz an. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen aus Deutschland und den Niederlanden gibt, war zunächst völlig unklar. Das niederländische Unternehmen lieferte nach Angaben auf seiner Homepage auch Wurstwaren nach Deutschland und Belgien.

Insgesamt 20 Menschen mit der Bakterie aus Wurstwaren infiziert

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Nach Angaben des RIVM wurden in den vergangenen zwei Jahren in den Niederlanden 20 Fälle bekannt, in denen Menschen mit der Bakterie aus Wurstwaren infiziert worden waren. Die Aufsichtsbehörde für Nahrungsmittel hatte daraufhin mit einem neuen technischen Verfahren die Quelle ermittelt. „Zurzeit ist so gut wie sicher, dass die Quelle damit gefunden wurde“, teilte das RIVM mit.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass der Wurstwarenproduzent in Aalsmeer rund 130 Sorten Aufschnitt aus Supermärkten zurückgerufen hatte, da eine Verunreinigung mit Listerien nicht ausgeschlossen werden könne.

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RND/ce/dpa