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Krankenhäuser wegen Corona entlasten: Niederlande verbieten Silvesterfeuerwerk

  • In den Niederlanden wird diesmal alles Silvesterfeuerwerk verboten.
  • Dadurch soll verhindert werden, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen.
  • Folgt Deutschland dem Beispiel?
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Den Haag. An Silvester wird es in diesem Jahr in den Niederlanden still bleiben. Um die pandemiegeplagten Krankenhäuser in der Corona-Krise zu entlasten, hat die Regierung den Verkauf und Gebrauch der meisten Feuerwerkskörper verboten. Erlaubt sein wird einfaches Feuerwerk, etwa Wunderkerzen.

Die Feuerwerkshändler sollen mit 40 Millionen Euro für anfallende Lagerkosten entschädigt werden. Bestände müssten nicht vernichtet, sondern dürften im kommenden Jahr verkauft werden. Kleinere Knaller, Wunderkerzen oder Knallbonbons sind nicht von dem Verbot betroffen.

Entschädigung für Feuerwerkshändler

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„Im Frühjahr haben wir alle den Beschäftigten im Gesundheitswesen applaudiert. Am kommenden Neujahrsabend unterstützen wir unsere Ersthelfer, indem wir auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verzichten“, teilte die Staatssekretärin für Infrastruktur und Wassermanagement mit, Stientje van Veldhoven.

Das Neue Jahr wird in der Niederlanden normalerweise mit viel Feuerwerk auf den Straßen begrüßt. Tausende schauen sich das Spektakel an. Doch für die Krankenhäuser ist es häufig der arbeitsreichste Tag des Jahres, weil sich viele Feiernde an den Knallkörpern verletzen. Im vergangenen Jahr mussten sich in dem Land gut 1300 Menschen wegen Verletzungen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten behandeln lassen - was Kapazitäten bindet, die in der Corona-Krise aus Sicht der Regierung anderweitig benötigt werden.

Auch in Deutschland ist eine Diskussion um ein Feuerwerksverbot an Silvester gestartet. Für diesen Schritt sprach sich zuletzt der Chef der Uniklinik Essen, Professor Dr. Jochen Werner, aus.

RND/AP/dpa

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