New York verbietet den Verkauf von Stopfleber

In New York darf ab 2022 keine Stopfleber aus Gänsen oder Enten mehr verkauft werden. Die Stadtverwaltung stimmte am Mittwoch für ein Verbot des Verkaufs der kulinarischen Spezialität - bei Verstößen drohen hohe Strafen.

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New York. Der Stadtrat von New York hat ein Verbot des Verkaufs von Stopfleber beschlossen. Die Ratsmitglieder verabschiedeten dafür am Mittwoch einen Gesetzentwurf. Die traditionelle französische Delikatesse herzustellen, beinhalte Tierquälerei, indem eine Gans durch einen Schlauch in ihren Magen zwangsernährt werde, argumentierte der Stadtrat. Der Verkauf von Foie Gras in New York wird mit dem Entwurf ab 2022 illegal. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld von bis zu 2000 Dollar bestraft. Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf von Bürgermeister Bill de Blasio unterzeichnet wird.

Tierschützer fordern schon länger ein Verbot

Das Verbot könnte zwei Farmen außerhalb der Stadt Schwierigkeiten bereiten, die führende US-Produzenten von Stopfleber sind. Die Farmen Hudson Valley Foie Gras und die nahe gelegene La Belle Farm züchten jedes Jahr etwa 350.000 Vögel für Stopfleber. Die Besitzer kündigten an, sie müssten möglicherweise schließen. Hunderte mehrheitlich eingewanderte Arbeiter könnten ihre Jobs verlieren.

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Tierschutzaktivisten hatten ein solches Verbot schon länger gefordert, weil die Enten und Gänse bei der Herstellung der Stopfleber ihrer Ansicht nach gequält werden. In vielen Restaurants gilt Stopfleber, auch Foie Gras genannt, dagegen als teure, französische Delikatesse. Die New Yorker Gastronomie-Branche kritisierte deswegen das Verbot.

RND/AP/dpa

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