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Mindestens 27 Tote bei Hochwasser im Norden der Türkei

Hilfe kommt vom Himmel: Ein Hubschrauber der türkischen Küstenwache rettet einen Mann, der auf dem Dach eines Gebäudes festsitzt, nachdem die Menschen durch die Überschwemmungen gezwungen waren, sich in Sicherheit zu bringen.

In der türkischen Schwarzmeerregion sind laut der Katastrophenbehörde Afad 27 Menschen in Zusammenhang mit Überschwemmungen in der Region getötet worden. Mehr als 1700 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, teilte Afad am Freitag mit.

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Heftige Regenfälle setzten in der Region viele Orte unter Wasser. Medienberichten zufolge stand das Wasser mancherorts fünf Meter hoch. Unter anderem rund 5000 Einsatzkräfte und 19 Helikopter seien an den Rettungsarbeiten beteiligt, unterstützt von Nichtregierungsorganisationen und dem Militär. „Das ist die schlimmste Flutkatastrophe, die ich gesehen habe”, sagte Innenminister Süleyman Soylu Reportern am Donnerstag.

Wasser riss Brücken mit sich

25 Menschen starben in der Stadt Kastamonu, rund 100 Kilo von der Schwarzmeerküste entfernt landeinwärts. Zwei weitere sollen in der Hafenstadt Sinop gestorben sein. Auch die Stadt Bartin ist von den Überschwemmungen betroffen. Dort werde ein Mensch vermisst.

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Die Wassermassen zerstörten am Mittwoch in den Schwarzmeerprovinzen Bartin, Kastamonu, Sinop und Samsun Häuser und Brücken und rissen Autos mit sich. Hubschrauber retteten Menschen, die sich auf Hausdächern in Sicherheit gebracht hatten. Das Hochwasser ging am Donnerstag zurück, wie die türkische Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Im Süden wüten weiter Brände

Während der Norden der Türkei mit Überschwemmungen kämpfte, bemühten sich Feuerwehrleute im Südwesten der Türkei weiter darum, einen Waldbrand in der Provinz Mugla zu löschen, einem bei Touristen beliebten Gebiet an der Ägäis. Das Feuer war eines von mehr als 200 in der Türkei seit dem 28. Juli. Mindestens acht Menschen und unzählige Tiere wurden getötet, Tausende Einwohner flohen vor den Flammen.

Nach Ansicht von Klimaforschern besteht kaum ein Zweifel daran, dass der durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas verursachte Klimawandel zu mehr Extremereignissen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden, Überschwemmungen und Stürmen führt. Es wird erwartet, dass derartige Katastrophen künftig häufiger auftreten.

RND/AP/dpa

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