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Neun Fälle von Corona-Mutation in Göttingen - auch bei der Müllabfuhr

  • In Göttingen sind neun Fälle der britischen Corona-Mutation aufgetreten.
  • Mehrere positiv Getestete arbeiten bei der städtischen Müllabfuhr.
  • Auch andernorts in Niedersachsen ist die Mutation bereits aufgetreten.
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Göttingen. In Niedersachsen ist die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation B.1.1.7 in weiteren Regionen nachgewiesen worden. Betroffen sind neun Menschen in der Stadt und im Landkreis Göttingen, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte. Zwei weitere Betroffene stammten aus angrenzenden Landkreisen beziehungsweise Bundesländern. Mehrere positiv Getestete seien bei den Göttinger Entsorgungsbetrieben beschäftigt - ob es Auswirkungen auf den Dienstbetrieb gibt, sei noch nicht absehbar.

„Nachdem die englische Mutation schon in anderen niedersächsischen Kommunen nachgewiesen worden ist, war damit zu rechnen“, sagte Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Corona-Einsatzstabs der Stadt Göttingen, laut „Göttinger Tageblatt“. Broistedt betont, dass das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis „umgehend und professionell“ reagiert habe. Alle Infizierten und ihre Kontaktpersonen befänden sich in häuslicher Quarantäne, die Kontaktpersonen seien bereits getestet worden. „Der Ausbruch wird mit höchster Priorität vom Gesundheitsamt bearbeitet“, versichert Broistedt.

Corona-Ausbruch beim Flugzeughersteller Airbus in Stade

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Der erste Fall im Landkreis Stade bezieht sich auf den Corona-Ausbruch beim Flugzeughersteller Airbus im Werk in Hamburg-Finkenwerder, wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte. Am Wochenende war bekannt geworden, dass bei Airbus 21 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach Angaben des Landkreises Stade steckten sich bei Airbus zwei Mitarbeiter mit der britischen Variante an. Laut Hamburger Gesundheitsbehörde wurde B.1.1.7. insgesamt in sieben Fällen in der Hansestadt nachgewiesen.

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Die Corona-Impfungen sollen mehr Fahrt aufnehmen - dazu soll auch der nächste Impfstoff beitragen, der kurz vor der Zulassung in Europa steht.  © dpa

Bei vier Personen im Landkreis Ammerland wurde ebenfalls die britische Variante entdeckt. Drei von ihnen gehören nach Behördenangaben zu den aus Großbritannien eingereisten und positiv auf Covid-19-getesteten Mitarbeitern eines Westersteder Unternehmens.

Erster Fall von Corona-Mutation in Niedersachsen Ende Dezember

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Der erste Fall in Niedersachsen war Ende Dezember öffentlich geworden. Es handelte sich um einen in der Medizinischen Hochschule Hannover gestorbenen Mann, dessen Probe nachträglich untersucht wurde. Seine Tochter hatte sich wohl bei einem England-Aufenthalt infiziert und danach ihre Eltern angesteckt. Mitte Januar wurde die Mutation bei einer Kita-Mitarbeiterin aus der Region Hannover nachgewiesen. Drei Fälle von B.1.1.7. gab es laut niedersächsischem Gesundheitsministerium zudem im Januar im Landkreis Vechta.

Die bisher vor allem in Großbritannien aufgetretene Virus-Variante B.1.1.7 ist Experten zufolge leichter übertragbar als die bislang vorherrschende. Ob sie auch tödlicher ist, lässt sich bislang nicht gesichert sagen.

RND/dpa/seb

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