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Neues Kölner Missbrauchsgutachten liegt schon bei Staatsanwaltschaft

  • Das Erzbistum Köln stellt am Donnerstag ein lange angekündigtes Gutachten zum Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter vor.
  • Am Vorabend wird bekannt, dass der Staatsanwaltschaft das Missbrauchsgutachten bereits vor einigen Tagen übermittelt wurde.
  • Ein erstes Gutachten hatte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki nicht veröffentlicht – er führte dafür rechtliche Bedenken an.
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Köln. Das neue Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit sexuellem Missbrauch liegt nach Angaben des beauftragten Strafrechtlers Björn Gercke bereits bei der Staatsanwaltschaft. „Die Staatsanwaltschaft hat das Gutachten bereits vor einigen Tagen von uns bekommen, damit sie auch Zeit hat, sich in Ruhe darauf vorzubereiten – vor der Öffentlichkeit“, sagte Gercke am Mittwoch in der „WDR Lokalzeit“ aus Köln. Ihm selbst sei das ein Anliegen gewesen. Die Staatsanwaltschaft sei die zuständige Behörde für die Verfolgung von Straftaten.

Das Gutachten soll am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte Gercke damit beauftragt. Ein erstes Gutachten hatte Woelki nicht veröffentlicht; er führte dafür rechtliche Bedenken an.

Das erste Gutachten liegt der Kölner Staatsanwaltschaft schon länger vor. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen, doch bisher wurden keine Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen gefunden: Dafür seien die Taten schon zu lange her, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch bei Kardinal Woelki persönlich sieht die Staatsanwaltschaft kein strafrechtlich relevantes Verhalten.

RND/dpa

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