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Neuer Prozess im Fall des getöteten Maurice K. - Angeklagter sagt aus

  • Der Prozess um den bei einer Schlägerei getöteten Maurice K. wird neu verhandelt.
  • Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil von Anfang 2019 aufgehoben.
  • Den Angeklagten erwartet nun ein härteres Urteil.
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Passau. Mit der Aussage des Angeklagten hat der neue Prozess im Fall des getöteten Jugendlichen Maurice K. vor dem Landgericht Passau begonnen. Der 19-Jährige war Anfang 2019 wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe jüngst auf. Seit Mittwoch sitzt der junge Mann wieder auf der Anklagebank. Ihm droht nun ein härteres Urteil.

Weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alt und somit minderjährig war, findet die Sitzung - anders als im ersten Prozess - unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Unklar war, ob noch am Mittwoch die Plädoyers gehalten werden und das Urteil gesprochen wird.

Jugendliche wollten sich messen

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Der heute 19-Jährige hatte sich im April 2018 mit dem gleichaltrigen Maurice K. zu einer Schlägerei nach dem Motto „Eins gegen Eins“ verabredet. Die zwei Jugendlichen konnten sich nicht leiden und wollten sich bei einem Schaukampf messen. Sie trafen sich dazu in der Innenstadt von Passau, Umstehende mischten sich in die Schlägerei ein. Die Situation eskalierte und Maurice K. starb.

Im Herbst 2018 begann der erste Prozess. Neben dem jetzt Angeklagten mussten sich der damals 25-jährige Haupttäter und zwei 15 und 17 Jahre alte Jugendliche verantworten. Der 25-Jährige wurde wegen fahrlässiger Tötung und vorsätzlicher Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Jugendlichen erhielten Bewährungsstrafen.

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Gegen das Urteil gegen den eigentlichen Kontrahenten von Maurice hatten Staatsanwaltschaft und Nebenklagevertreter Revision eingelegt. Laut BGH müssen die Richter nun prüfen, ob eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung in Frage komme, sagte die Sprecherin. Weitere Revisionsanträge hatte der BGH verworfen.

RND/dpa

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