Neuer Fall: 85-Jähriger stirbt in Niedersachsen nach Listerien-Infektion

  • Mit Bakterien verseuchte Wurstwaren der Firma Wilke hatten in der vergangenen Woche mehrere Todesopfer gefordert.
  • Nun ist ein 85-Jähriger in Niedersachsen an einer Infektion mit Listerien gestorben.
  • Ob ein Zusammenhang mit den Wilke-Fällen besteht, ist noch unklar.
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Lengede. Nach dem Wurstskandal bei der Firma Wilke sorgt ein neuer Todesfall für Aufsehen: In Lengede in Niedersachsen ist ein 85-jähriger Rentner nach einer Infektion mit Listerien verstorben. Das berichtet die „Peiner Allgemeine Zeitung“ (PAZ). Ob ein Zusammenhang mit den Wilke-Wurstwaren besteht, ist jedoch bislang unklar.

Wie die Zeitung berichtet, starb der Mann nur vier Tage, nachdem sich die ersten Symptome einer Infektion gezeigt hatten. Der Zustand des 85-Jährigen habe sich innerhalb weniger Tage dramatisch verschlechtert, unter anderem hatten sich Lähmungserscheinungen gezeigt, berichtet die Tochter des Mannes der „PAZ“.

Wurstwaren zurückgerufen

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Am Samstag sei ihr Vater künstlich beatmet worden, am Montag sei er ins Koma gefallen und am Dienstag – dem Todestag – „total aufgedunsen“ gewesen, beschreibt die Tochter des Verstorbenen den Verlauf.

Am Mittwochabend hatte der Landkreis Peine gemeldet, dass auch an Betriebe und Privatpersonen in der Region mit Listerien verunreinigte Wurstwaren der Firma Wilke geliefert wurden, der Landkreis somit auch von der bundesweiten Rückrufaktion der Wurstwaren betroffen ist. Der Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung kontrolliere den ordnungsgemäßen Ablauf des Rückrufs, hieß es.

RND/msc