Nach Tod eines Dreijährigen: Lebensgefährte der Mutter verhaftet

  • Im bayerischen Dillingen ist ein Dreijähriger vor etwa einem halben Jahr kollabiert und kurz darauf gestorben.
  • Laut einem Gutachten wurde das Kind zuvor massiv körperlich misshandelt.
  • Nun sitzt der Lebensgefährte der Mutter des Jungens in U-Haft.
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Dillingen. Mehr als ein halbes Jahr nach dem Tod eines Dreijährigen in Schwaben ist der Lebensgefährte der Mutter wegen Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft gekommen. Der 23-Jährige sei am 20. Oktober allein mit dem Kind in der Wohnung in Dillingen gewesen, als der Junge kollabierte, teilte die Polizei am Freitag in Absprache mit der Staatsanwaltschaft mit. Laut einem rechtsmedizinischen Gutachten wurde das Kind massiv körperlich misshandelt. Stumpfe Gewalt gegen den Bauch habe zum Tod geführt.

Ein Notarzt hatte das Kind wiederbelebt, bevor es in die Kinderklinik nach Augsburg kam. Dort starb der Dreijährige wenig später. Zunächst war die Todesursache unklar. "Es folgten umfangreiche Ermittlungen der Kripo Dillingen, wobei auch ein Gutachter der Rechtsmedizin eingeschaltet wurde", teilte das Polizeipräsidium Schwaben Nord mit.

Verdächtiger in U-Haft

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Nachdem sich der Verdacht gegen den 23-Jährigen erhärtet hatte, erließ ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg Haftbefehl gegen den Mann. Der Beschuldigte wurde am Donnerstag festgenommen und kam am Freitag ins Gefängnis. "Die Ermittlungen zum Tatgeschehen und zu den möglichen Hintergründen sind noch nicht abgeschlossen", hieß es weiter. Daher könnten noch keine Einzelheiten genannt werden.

RND/dpa

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