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Nach Teilnahme an Corona-Demo: Schuldirektor vom Dienst freigestellt

  • Mit 10.000 Menschen demonstriert ein Schuldirektor Mitte Januar in Wien gegen die Corona-Maßnahmen.
  • Nun wird er von der Bildungsdirektion freigestellt.
  • Grund dafür sei vor allem, dass er keine Maske getragen habe.
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Wien. Ein österreichischer Schuldirektor ist von seinem Dienst freigestellt worden, nachdem er an einer Corona-Demonstration in Wien teilgenommen hat. Am 16. Januar war der Mann auf einer Großdemonstration, bei der insgesamt knapp 10.000 Menschen gegen die Maßnahmen protestierten.

Auf Facebook verbreite sich ein Video, in dem der Direktor zufällig gefilmt wurde. In den Aufnahmen soll er keine Maske getragen haben. Auch in der Schule soll er auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichtet haben, berichtet der Österreichische Rundfunk. Der Verzicht auf die Maske soll der entscheidende Grund für die Bildungsdirektion gewesen sein, den Direktor vergangenen Freitag dienstfrei zu stellen.

Direktor wendet sich an Eltern: Sorge um Wohl der Kinder

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Kurz nach dem Bekanntwerden des Vorfalls wendete sich der Direktor, der für die Volksschulen in Waizenkirchen, Michaelnbach und Heiligenberg (Oberösterreich) zuständig ist, mit einem Brief an die Eltern. Darin soll er geschrieben haben, dass er in seiner Freizeit an der Demonstration teilgenommen habe. Zudem sei er mit einem ärztlichen Attest von der Maskenpflicht befreit.

Die Teilnahme rechtfertigte er damit, dass er sich um das Wohl der Kinder sorge – vor allem wegen der negativen Auswirkungen der Schulschließungen auf die Psyche.

Auch sein Anwalt reagierte auf die Freistellung. In einem Schreiben an die Bildungsdirektion heißt es laut „Kronen Zeitung“, sein Mandant sei kein „Corona-Leugner.“ Darüber hinaus habe er alle notwendigen Maßnahmen an der Schule umgesetzt.

Kollegen und Eltern haben bereits Unterstützung für den suspendierten Direktor signalisiert. Laut dem Anwalt hätten sich bereits Initiativen gebildet, die den Verbleib des Mannes fordern.

RND/ch

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