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Nach Schließung von Skandal-Versuchslabor: 1000 Ratten und Mäuse in Tierheimen

  • Im Februar war dem Hamburger Tierversuchslabor LPT die Erlaubnis entzogen worden,
  • Nun sind 1000 Ratten und Mäuse in Tierheimen untergekommen.
  • Für den Präsident des Deutschen Tierschutzbundes ist das eine gute Nachricht.
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Hamburg/Neu Wulmstorf. Nach der Schließung des in die Kritik geratenen Tierversuchslabors LPT in Hamburg haben nun mehrere Tierheime die verbliebenen rund 1000 Ratten und Mäuse in ihre Obhut genommen. "Nachdem wir befürchtet hatten, die Tiere könnten als Lebendfutter enden, sind wir jetzt sehr erleichtert, dass sie schlussendlich doch in die Hände des Tierschutzes gekommen sind", sagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, am Dienstag laut Mitteilung.

Dem Labor am Hauptsitz der Firma in Hamburg-Neugraben hatte die Hamburger Gesundheitsbehörde im Februar mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis entzogen, dort Tiere zu halten. Zuvor war bereits der LPT-Standort Mienenbüttel dicht gemacht worden. Dort hatte der Landkreis Mitte Januar die Erlaubnis zur Tierhaltung widerrufen.

Zuletzt hatte sich LPT mit rechtlichen Mitteln gegen das erlassene Tierhaltungsverbot gewehrt und gegen den Landkreis Harburg geklagt. Tierschützer hatten im Oktober aufgedeckt, dass in dem Labor im Neu Wulmstorfer Ortsteil Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen misshandelt wurden. Ein Aktivist hatte sich als Mitarbeiter eingeschlichen und Aufnahmen von schreienden Affen und blutverschmierten Hunden gemacht. Die Staatsanwaltschaft Stade ermittelt wegen Verstößen gegen den Tierschutz und ließ das Labor Ende November durchsuchen.

RND/dpa

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