Nach Schließung von Krankenhäusern: Jemen bekommt Corona-Hospital

  • Im Verhältnis zu den Infektion verbucht der Jemen die weltweit höchste Todesrate bei einer Infizierung mit dem Coronavirus.
  • Nun hat das Rote Kreuz im Süden des Landes ein Feldhospital insbesondere für Coronavirus-Patienten in Betrieb genommen.
  • Das Krankenhaus in Aden habe 60 Betten, Notfalleinrichtungen, Wachstationen, eine Röntgenabteilung und ein Labor.
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Kopenhagen. Das Rote Kreuz hat im Süden des Jemens ein Feldhospital insbesondere für Coronavirus-Patienten in Betrieb genommen. Das Krankenhaus in Aden habe 60 Betten, Notfalleinrichtungen, Wachstationen, eine Röntgenabteilung und ein Labor, erklärte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes am Montag. Finanziert wurde es unter anderem von Norwegen, dem finnischen Roten Kreuz und dem jemenitischen Roten Halbmond. “Dieses Zentrum wird jetzt Leben retten und auf lange Sicht auch zunehmende Infektionen verhindern”, sagte die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Søreide.

Das vom Bürgerkrieg geschwächte Krankenhaussystem im Süden des Jemens hatte seine Arbeit weitgehend eingestellt. Spitäler in Aden sind geschlossen, Angestellte geflohen, Kranke werden abgewiesen. Daher kann sich das Coronavirus weitgehend ungebremst ausbreiten.

Nach offiziellen Angaben sind im Jemen 2030 Infektionen bestätigt worden, gut 587 Infizierte sind gestorben. Damit hat der Jemen die weltweit höchste Todesrate im Verhältnis zu den Infektionen.

RND/AP

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