Nach Rassismusvorwürfen: Mohrenbrauerei verkauft mehr Bier

  • Schon länger steht die österreichische Mohrenbrauerei wegen ihres Namens und ihres Logos in der Kritik.
  • Auf den Bierabsatz hat das allerdings keine negativen Auswirkungen – im Gegenteil.
  • Die Nachfrage nach dem "Mohrenbräu” ist nach Angaben des Unternehmens zuletzt sogar deutlich gestiegen.
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Als Namensgeber für Straßen, Apotheken oder als Wappen: Der “Mohr” taucht in Deutschland überall auf – und führt zu hitzigen Diskussionen. Auch die Mohrenbrauerei in Vorarlberg in Österreich sieht sich immer wieder mit Rassismusvorwürfen konfrontiert und legte sogar ihre Social-Media-Kanäle still. Das Unternehmen erfährt allerdings auch viel Zuspruch, wie die "Augsburger Allgemeine“ berichtet. Die Nachfrage nach dem Bier sei sogar so sehr gestiegen, dass fünf neue Mitarbeiter eingestellt wurden. Allerdings ist während der Corona-Pandemie der Bierkonsum insgesamt gestiegen, zumindest in Deutschland.

Voralberger halten zu dem Betrieb

“Es hat sich gezeigt, dass wir als regionales Unternehmen eine starke Community haben, die voll zur Marke steht und uns in der schwierigen Zeit den Rücken gestärkt hat”, sagte Geschäftsführer Heinz Huber gegenüber der “Augsburger Allgemeine”. Die Menschen aus der Region Vorarlberg würden das Unternehmen kennen und wissen, dass es mit Rassismus nichts zu tun habe.

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Die Vorarlberger Brauerei ist nach dem Gründer benannt: Im Jahr 1784 eröffnete Josef Mohr den Betrieb, heißt es nach Angaben des Unternehmens. Er benannte das Haus “Zum Mohren” und verwendete das Familienwappen. Dieses zeigt die Karikatur eines Mohren – mit schwulstigen Lippen und krausen Haaren.

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Logo mit Mohr könnte geändert werden

Geschäftsführer Huber kündigt dennoch ein Gespräch für November an: Dann solle gemeinsam mit Experten über die Konsequenzen der Rassismusdebatte diskutiert werden. Laut “Augsburger Allgemeinen” ist Huber aber sicher, dass der Name nicht geändert wird. Anders sehe es mit dem Logo aus – da seien Änderungen möglich.

RND/as


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