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Nach Protesten: Kölner CSD zieht Motto “Einigkeit! Recht! Freiheit!” zurück

  • Die Veranstalter des CSD in Köln haben das Motto “Einigkeit! Recht! Freiheit!” zurückgezogen.
  • Verschiedene Gruppen hatten dagegen protestiert.
  • Nun soll das Motto “Für Menschenrechte” lauten.
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Köln. Der Veranstalter des Kölner Christopher Street Days (CSD) hat nach Protesten das ursprünglich für 2020 geplante Motto "Einigkeit! Recht! Freiheit!" zurückgezogen. "Wir wünschen uns einen für alle Menschen angstfreien, sicheren und respektvollen CSD, den alle Demokraten gerne unterstützen", teilte der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) mit. Es habe sich aber gezeigt, dass das unter dem gewählten Motto nicht möglich sei. Stattdessen wolle man nun unter dem Motto "Für Menschenrechte" demonstrieren.

Gegen das im Dezember festgelegte Motto "Einigkeit! Recht! Freiheit!" hatte es in den vergangenen Wochen von verschiedenen Gruppen Proteste gegeben. Unter anderem hatten die Jugendorganisationen von Grünen, SPD und Linken kritisiert, der Leitspruch sei "unverantwortlich in Zeiten von verstärktem Nationalismus und immer noch andauernder Diskriminierung queerer Menschen durch den deutschen Staat".

"Werte nicht den Rechtspopulisten überlassen"

Ursprünglich habe man auf die Werte Einigkeit, Recht und Freiheit hinweisen wollen und dass man diese nicht Rechtspopulisten überlassen dürfe, erklärte der Geschäftsführer des Kölner Lesben- und Schwulentages (KLuST), Uwe Weiler, am Montag. Dabei sei aber übersehen worden, dass die Worte für viele Menschen untrennbar mit der deutschen Nationalhymne verbunden seien und dass Menschen, die unter dem deutschen Staat gelitten haben, sich nicht darunter versammeln wollten. Transmenschen etwa fänden sich im aktuellen deutschen Transgesetz nicht wieder. Es seien einfach "zu viele Dinge noch offen, die den deutschen Staat betreffen", sagte Weiler.

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Die Christopher-Street-Day-Parade in Köln ist weltbekannt. Der KLuST veranstaltet die Demo seit 1991, um für die Gleichberechtigung und Akzeptanz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender zu demonstrieren.

RND/dpa

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