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Forscherin aus Dresden ermordet: Täter widerruft Geständnis – DNA-Spuren wohl unbrauchbar

  • Im Juli war in einer Höhle auf Kreta die Leiche einer deutschen Forscherin gefunden worden.
  • Der mutmaßliche Täter widerruft nun sein einstiges Geständnis.
  • Bei einer seiner ersten Vernehmungen sagte der mutmaßliche Täter aus, dass er die Frau dreimal vergewaltigt habe.
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Athen/Dresden. Der Mord erschütterte im Sommer ganz Deutschland. Während eines Kongresses auf der griechischen Insel Kreta war die deutsche Forscherin Suzanne Eaton erst tagelang vermisst und schließlich tot in einer Höhle gefunden worden.

Reifenspuren am Höhleneingang führten die Ermittler zum einheimischen Priestersohn Giannis P. (27). Der gestand die Tat und erklärte, dass er bereits öfter versucht habe, Frauen anzufahren, um sie anschließend vergewaltigen zu können. Nach mehreren Fehlversuchen war er bei Easton erfolgreich. Er fuhr die joggende Deutsche an und sperrte die Verletzte anschließend in seinen Kofferraum.

Täter gestand, Frau dreimal vergewaltigt zu haben

Bei einer seiner ersten Vernehmungen sagte der mutmaßliche Täter aus, dass er die Frau dreimal vergewaltigt habe. Dann habe er die Frau in den Stoff eines Sonnenschirms gewickelt und sie in einen rund fünf Meter tiefen Höhlenschacht geworfen. Gerichtsmediziner untersuchten die teilweise verweste Leiche nach DNA-Spuren. Doch das vorhandene Genmaterial soll unbrauchbar sein, berichtet die „Bild“-Zeitung. Dieses Ergebnis macht sich Giannis P. zunutze und widerruft nun sein einstiges Geständnis. Mittlerweile bestreitet er, die entführte Frau vergewaltigt zu haben.

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin Suzanne Eaton war Mitte Juli gefunden worden. Sie hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einem Ausflug aufgebrochen, von dem sie nicht wieder zurückkehrte. Wanderer fanden die Leiche in einer kleinen Grotte nahe der Ortschaft Maleme, rund zehn Kilometer von Kolymbari entfernt.

Fundort war einstiges Waffendepot

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Die Grotte war während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht zu einer Art Depot für Munition und Waffen ausgebaut worden, die die Insel damals besetzt hatte. Die Tunnel darin glichen einem Labyrinth, berichteten Augenzeugen im Rundfunk.

Eaton stammte aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie hatte im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden gearbeitet. Im Gründungsjahr des Instituts kam sie nach Dresden, wo ihr Mann einer der Direktoren ist. Mit ihrem Team forschte sie an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden.

RND/kiel

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