Keime in Wurst: Hersteller Wilke beantragt Insolvenz

  • Der Wursthersteller Wilke hat am Freitag Insolvenz angemeldet.
  • Bereits am Dienstag wurde die Produktion geschlossen.
  • Zuvor wurde das Unternehmen mit zwei Todesfällen durch Listerien in Verbindung gebracht.
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Korbach/Twistetal/Berlin. Nach zwei Todesfällen durch keimbelastete Wurst ist der nordhessische Hersteller Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH auch in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Unternehmen habe die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Korbach am Freitag. In einem solchen Verfahren werde geprüft, ob die Voraussetzungen zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens vorliegen.

Behörden bringen zwei Todesfälle in Südhessen mit Wilke-Wurst in Verbindung. In den Produkten waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein können. Für Wilke-Produkte läuft derzeit ein weltweiter Rückruf, an dem Foodwatch aber zweifel äußerte. Am Dienstag schlossen Behörden außerdem die Produktion.

Wursthersteller Wilke exportierte weltweit Waren

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Das Unternehmen in Twistetal-Berndorf (Kreis Waldeck-Frankenberg) geht nach eigenen Angaben auf eine Dorfmetzgerei vor mehr als 80 Jahren zurück. Die Firma beschäftigt nach Zahlen auf ihrer Homepage rund 200 Mitarbeiter und exportiert Waren weltweit.

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RND/ce/dpa