Nach Hungertod: Proteste in Kenia wegen Corona-Lockdown

  • In einem Slumgebiet im kenianischen Mombasa sind zwei Menschen verhungert.
  • Hunderte trafen sich nun auf der Straße, um gegen die fehlende Versorgung der Menschen während der Corona-Pandemie zu protestieren.
  • Sie fordern Nahrungsmittel im Lockdown, der bereits seit Ende März in Kraft ist.
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Mombasa. Im der Hafenstadt Mombasa in Kenia kam es in mehreren Armenvierteln zu Unruhen. Hunderte protestierten gegen die Lockdown-Regelungen in dem ostafrikanischen Land, nachdem zwei Anwohner verhungert sind. “Wir haben seit drei Monaten keine Nahrungsmittel bekommen. Dieser Tage mussten wir zwei Anwohner zu Grabe tragen, die verhungert sind”, sagte ein Demonstrant zum lokalen Nachrichtenmagazin “Capitalfm“.

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In Kenia wurde der Lockdown am 25. März beschlossen, als das Land sieben Corona-Fälle vorwies. Dennoch wurde mittlerweile bei fast 4500 Menschen das Virus nachgewiesen. In der Hauptstadt Nairobi, in der Hafenstadt Mombasa sowie im bei Touristen beliebten Küstengebiet gelten seit Wochen Ausgangssperren, Menschen dürfen auch zum Einkaufen oder Arbeiten ihren Distrikt nicht mehr verlassen.

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250.000 sind vom Hunger bedroht - nur 50.000 bekamen Nahrungsmittel vom Staat

Die Regierung hatte für einige Gebiete Nahrungsmittelprogramme aufgelegt, da Millionen vom Hungertod bedroht sind – allerdings profitieren davon nicht alle Bewohner. So wurden entlang der Küste bisher nur 50.000 Haushalte versorgt – obwohl knapp 250.000 als gefährdet gelten. Die Demonstranten fordern, dass ihre Viertel ebenfalls in das Programm aufgenommen werden. Sie zündeten unter anderem Reifen auf den Straßen an und blockierten wichtige Zufahrten.

RND/Miriam Keilbach

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