Nach Feuer in Affenhaus: Brandort wird weiter untersucht

  • Nach dem Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos in der Nacht zu Neujahr wird der Brandort weiter untersucht.
  • Laut Polizeiangaben gehe es bei den Ermittlungen auch um die Dachabdeckung.
  • Bei dem Brand waren mehr als 30 Tiere, darunter auch Menschenaffen, ums Leben gekommen.
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Krefeld. Nach dem verheerenden Feuer im Affenhaus des Krefelder Zoos untersuchten am Montag weiter Ermittler den Brandort. Dabei gehe es auch um die Dachabdeckung, sagte eine Polizeisprecherin. In dem Feuer waren in der Nacht zu Neujahr mehr als 30 Tiere, darunter auch Menschenaffen, gestorben. Das Dach hatte bereits gebrannt, als die Feuerwehr wenige Minuten nach dem Alarm da war. Nach den Ermittlungen wurde das Feuer von einer Himmelslaterne ausgelöst, die drei Frauen angezündet und damit unwillentlich den Brand ausgelöst hatten. Diese frei schwebenden Lampions sind in NRW verboten, können aber im Internet bestellt werden.

Es gebe keinen Besucherrückgang, erklärte Sprecherin Petra Schwinn am Montag. Zwei Schimpansen hatten das Feuer mit leichten Verletzungen überlebt. Ihnen gehe es körperlich sehr gut, sie hätten Verbrennungen im Gesicht sowie an einer Hand und einem Fuß. Das Haarkleid sei vollständig erhalten.

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Dach war 2008 erneuert worden

Nach Angaben der Polizei war das Dach des Affenhauses nach einem Hagelschaden 2008 erneuert und mit Acrylglas versehen worden. Die Polizei will die Brennbarkeit des Materials untersuchen. Auch Rechnungen, Lieferscheine und Informationen zum Material sollen geprüft werden.

Die bei dem Feuer umgekommenen Menschenaffen können als Wildtiere nicht bestattet werden. Auch die Pfleger, die seit Jahren engen Kontakt mit den Affen hatten, wollten kein Urnengrab auf dem Zoogelände, erklärte der Zoo. In fernerer Zukunft solle ein Gedenkort eingerichtet werden.

RND/dpa