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Nach eskalierten Spring-Break-Partys: Miami Beach verlängert den Notstand

  • Zum Spring Break sind wieder Tausende Studenten an den Partyhotspot des Landes zusammengekommen.
  • In Miami Beach eskalierten die Feiern trotz Corona so sehr, dass die Stadt Ausgangssperren verhängte.
  • Die könnten nun bis zum Ende der Semesterferien verlängert werden.
Marc R. Hofmann
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Miami Beach. In Miami im US-Bundesstaat Florida haben Tausende den Spring Break gefeiert als gäbe es kein Corona. Daraufhin hat die Stadtverwaltung den Notstand ausgerufen und eine Ausgangssperre ab 20 Uhr verhängt. Der Andrang feiernder Besucher ist aber nach wie vor so stark, dass die Behörden in Miami Beach den ausgerufenen Notstand nun vorsorglich verlängert haben haben. Er gelte nun bei Bedarf bis zum Ende der Semesterferien Mitte April, wie der „Spiegel“ berichtet.

Die der Küste auf einer Insel vorgelagerte Stadt zieht jedes Jahr zum „Spring Break“, wie sich die Frühjahrssemesterferien in den USA nennen, Tausende Studenten zum Feiern an. Trotz Corona sollen es in diesem Jahr noch mehr als sonst sein, vermutet Bürgermeister Dan Gelber laut „Spiegel“. „Es kommen wirklich zu viele ohne die Absicht, die Regeln zu befolgen. Und das Ergebnis ist ein Ausmaß an Chaos und Unordnung, das wir einfach nicht mehr ertragen können“, sagte er dem US-Sender CNN. Den großen Andrang erkläre er sich damit, dass nur wenige andere Orte in diesem Jahr geöffnet hätten.

Spring Break: Miami Beach erlässt nächtliche Ausgangssperre

Die Partys eskalierten derart, dass sich die lokalen Behörden am vergangenen Samstag zur Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre in den In-Vierteln der Stadt veranlasst sahen. Außerdem werden in der Zeit auch die Brücken zum Festland gesperrt. Ausnahmen gelten laut „Spiegel“ nur für Anwohner, Pendler und Hotelgäste.

In der Stadtverwaltung hat man mittlerweile Bedenken wegen der öffentlichen Sicherheit. Raul Aguila wird mit Blick auf Fotos riesiger Menschenmengen auf dem „Ocean Drive“ mit den Worten zitiert: „Es sah aus wie auf einem Rockkonzert. Man konnte weder den Bürgersteig noch das Gras sehen.“ Am vergangenen Wochenende kam es bereits zu Widerstand gegen die Maßnahmen, an den Brücken bildeten sich lange Schlangen. Seit Beginn der diesjährigen Ferienzeit sollen laut „Spiegel“ bereits rund Tausend Menschen festgenommen worden sein.

US-Gesundheitsbehörde CDC fürchtet höhere Infektionsrate

Besorgt ist man dem Nachrichtenmagazin zufolge auch bei der US-Gesundheitsbehörde CDC mit Blick auf die vielen Flugreisen zum Spring Break. Chefin Rochelle Walensky sagte, dass es dazu trotz der hohen Impfrate noch zu früh sei und sie sich sorge, dass die Zahl der Neuinfektionen nun wieder steige. Am Sonntag hatten nach „Spiegel“-Angaben 1,5 Millionen Passagiere an amerikanischen Flughäfen eingecheckt, so viele wie seit gut einem Jahr nicht mehr.

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