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Nach Elefantensterben in Botswana: 13 Kadaver in Simbabwe gefunden

  • Das mysteriöse Elefantensterben in Botswana mit mindestens 281 toten Tieren ist noch nicht geklärt, da bahnt sich die nächste Katastrophe an.
  • In Simbabwe, an der Grenze zu Botswana, wurden 13 Kadaver gefunden.
  • Die Todesursache gibt auch hier Rätsel auf, ein Zusammenhang ist nicht ausgeschlossen.
Miriam Keilbach
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Harare. Im Nordwesten Simbabwes sind die Kadaver von 13 Elefanten gefunden worden. Elf tote Tiere wurden am Freitag im Panda Masuie Forest gefunden, zwei im Woodlands Estate, beide Gebiete liegen zwischen Zambezi Nationalpark und Hwange Nationapark und im Vierländereck Botswana, Simbabwe, Sambia und Namibia. Gewebeproben für eine Obduktion wurden entnommen, bisher gibt es aber keine Hinweise auf die Todesursache. Das teilte die Tierrettungsorganisation “Wild is Life Trust” mit.

Ob es einen Zusammenhang mit dem mysteriösen Massensterben in Botswana im April und Mai gibt, ist noch ungewiss. Doch es gibt auffällige Parallelen: Auch in Simbabwe sind die Elefantenkadaver mit intakten Stoßzähnen gefunden worden, was Wilderei unwahrscheinlich macht. Ebenso wurden Milzbrand – eine häufige Ursache bei Elefantenmassensterben – und eine Cyanidvergiftung durch erste Tests ausgeschlossen. Zudem sind in beiden Fällen jeweils nur Elefanten in größerer Anzahl und plötzlich verstorben – andere Tiere wie Aasfresser aber nicht.

Video
Mysteriöses Elefantensterben hält an
1:45 min
In Botswana sterben Hunderte Elefanten. Tierschutzbehörden konnten bisher keine Todesursache feststellen.  © Reuters

Elefantensterben in Simbabwe: Parallelen zum mysteriösen Massensterben in Botswana

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Die Verantwortlichen der Zimparks genannten Behörde für den Schutz der Nationalparks in Simbabwe haben nun verschiedene Tests angekündigt. Diese wurden allerdings auch in Botswana angekündigt – und bisher gibt es keine Ergebnisse, die den Tod 281 bis 356 Tiere aufklären. Auch ist unklar, wieso das Elefantensterben so abrupt endete – oder ob weitere Kadaver schlicht heimlich entsorgt wurden, wie Tierschützer fürchten. Tierschutzorganisationen setzen sich seit Monaten für mehr Transparenz in dem Vorfall ein und kritisieren die Regierung von Botswana wegen der Zurückhaltung stark.

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Simbabwe ist Heimat der zweitgrößten Elefantenpopulation der Welt: 85.000 Elefanten leben in dem Land im südlichen Afrika, 135.000 im benachbarten Botswana. Im vergangenen Jahr starben rund 200 Tiere im Hwange Nationalpark in Simbabwe durch extreme Dürre, danach kam es zu einer einzigartigen Umsiedlung der Tiere.

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